Forum "Innenstadt": Impulse, aber auch Kritik

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Die Lenkungsgruppe des Innenstadtforums, zu der Mitarbeiter der Verwaltung und des Planungsbüros ASS gehören, hatte zur konstituierenden Sitzung eingeladen.

Meinerzhagen - „Die Hardware ist in Arbeit, ihre Finanzierung ist bewilligt. Jetzt geht es um die Gestaltung der Software, und dabei sind einmal mehr Bürger gefragt, die sich mit Ideen und Engagement einbringen.“ Mit diesem Bild skizzierte Hans-Joachim Hamerla vom Planungsbüro ASS am Dienstagabend bei der konstituierenden Sitzung des Forums „Innenstadt Meinerzhagen“ im Ratssaal den Stand der Dinge beim Regionaleprojekt „Oben an der Volme“.

Von Luitgard Müller

Die Arbeitsgruppen

Fünf Arbeitsgruppen wurden im Rahmen des Innenstadtforums gegründet. Die Themen sind: Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie, Veranstaltungen und Aktionen, Kultur und Zusammenleben sowie Baukultur und Tourismus. Bürger, die sich an einer der Gruppen, die bereits Anfang 2015 ihre Arbeit aufnehmen wollen, beteiligen möchten, können sich mit einer E-Mail (f.rothaar@meinerhagen.de) beim städtischen Mitarbeiter Friedrich Rothaar melden.

Denn: Unter anderem geht es bei dem „Programm Urbanität“ um ein wirtschaft- und gesellschaftlich sowie kulturell starkes Zentrum in Meinerzhagen, das stabilisiert und weiterentwickelt werden soll. Das neue Forum mit einer Lenkungsgruppe unter Vorsitz des Bürgermeisters Jan Nesselrath sowie aus Vertretern der Verwaltung und des Planungsbüros ASS – und im weiteren Verlauf aus den Sprechern verschiedener Arbeitsgruppen, die an diesem Abend gegründet wurden – soll künftig auch über die Regionale hinaus als Plattform für die innerstädtische Entwicklung dienen. Ziel ist zum einen die Entwicklung von auf die Stadt zugeschnittenen zielführenden Maßnahmen und Initiativen zur Stärkung und Entwicklung des Einzelhandels inklusive Wochenmarkt und gastronomisches Angebot, zum anderen aber auch die Aufwertung des Erscheinungsbildes der Stadt und die Verbesserung der Aufenthaltsqualität, die verkehrliche Entwicklung sowie eine Erweiterung des kulturellen Angebots.

„Nur die Bürger selbst können entscheiden, wie die Stadt aussehen soll, in der sie sich wohlfühlen und wiederfinden können“, machte Hamerla deutlich, und weiter: „Wenn Ihnen Ihre Stadt nichts wert ist und Sie nicht selbst aktiv werden, werden die jetzt zur Verfügung stehenden finanziellen Hilfen zur Selbsthilfe, wie etwa das Fassadenprogramm und der Verfügungsfonds zur Städtebauförderung, ungenutzt auslaufen.“

2016 sollen die Arbeiten an den großen Baustellen, Bahnhof, Volmepark und Stadthallenumfeld, abgeschlossen sein. Zur Zeit bemühe man sich in Gesprächen mit den Anliegern und Eigentümern um die Neugestaltung der Fußgängerzone Derschlager Straße und der Hauptstraße, die als Rückgrat der Stadt zu sehen sei. An der Derschlager Straße sei eine gemischte Nutzung mit dem Schwerpunkt Gastronomie vorgesehen. An der Hauptstraße bemühe man sich darum, ein qualifiziertes Einzelhandelsangebot zu etablieren, zu dem auch künftig ein Lebensmittelvollsortiment gehöre.

Möglichst alle gesellschaftlichen Gruppen sollten sich an den neuen Arbeitsgruppen beteiligen (siehe Info-Kasten). Vor allem für den Themenkreis „Baukultur und Tourismus“ bestehe noch viel Handlungsbedarf, machte Jutta Gruß-Rinck vom Planungsbüro ASS deutlich: „Hier bewegen sich die Bürgermeister der vier Regionale-Kommunen zu wenig.“

Schnittstellen zwischen den einzelnen Arbeitsgebieten sollen beim zweimal jährlich geplanten Treffen des ganzen Innenstadtforums erörtert und die weitere Arbeit koordiniert werden. Das neue Forum kann Maßnahmen in eigener Zuständigkeit durchführen, Initiativen Dritter aufnehmen und unterstützen und den Gremien der Stadt Empfehlungen zu Maßnahmen und Aktionen geben. Es hat keine Entscheidungsgewalt – diese bleibt dem Rat und privaten Initiativen vorbehalten.

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