Retten will gelernt sein

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Es galt unter anderem, eine verletzte Person schnellstens in das vorher aufgebaute Sanitätszelt zu bringen.

Meinerzhagen - Um das ABC des Rettungswesens ging es am Wochenende im Rahmen einer zweitägigen Fortbildung für Sanitäter und Rettungshelfer des Deutschen Roten Kreuzes.

Dabei stehen einzelne Buchstabenkombinationen als Abkürzungen für standardisierte Abläufe im Rettungsdienst. In der Kombination zum Beispiel BAP verbirgt sich hinten dem B die Bedeutung Bewusstsein. Der Buchstabe A steht für die Atmung, das P steht für den Puls.

Es gebe einige dieser Kombinationen, deren Schemata von jedem der Sanitäter und Rettungshelfer beherrscht werden müssen, um optimal Hilfe leisten zu können. „Wenn man dieses ABC intus hat, ist es total simpel“, sagte Milo Crico, der als Rettungsassistent bei der Rettungswache Meinerzhagen tätig ist und in seiner Funktion als Lehrrettungsassistent den 25 Frauen und Männer der Ortsvereine Meinerzhagen, Herscheid und Kierspe diese standardisierten Buchstabenkombinationen näher brachte.

„Das Wichtigste bei deren Anwendung im Rettungswesen ist die Kommunikation“, betonte der Dozent immer wieder. „Die Ergebnisse eurer Wahrnehmung bei der Rettung müsst ihr weitergeben“, war dessen klares Statement.

Der seit 1993 im Rettungsdienst tätige Experte konnte nicht nur mit vielen praxisnahen Fallbeispielen punkten, sondern auch viele konkrete Fragen der Teilnehmer beantworten, die er übrigens sehr aktiv in seinen Vortrag mit einbezog.

„Die zweimal im Jahr stattfindende Fortbildung der Sanitäter und Rettungshelfer ist ein vorgeschriebenes Muss“, sagte Joachim Abel, „damit wir im Ernstfall kompetent Leben retten können.“ Deshalb sei es wichtig, immer wieder zu üben und sich weiterzubilden, um im Einsatz eine reibungslose Erstversorgung von Verletzten zu leisten. Der zweite Tag der Fortbildung gehörte der Praxis. Nach der Wiederholung von Wissen in Punkto Maßnahmen bei Störungen von Bewusstsein, Atmung und Herzkreislauf ging es auf den Platz der Firma Firststop in Kierspe zur Sache. Von dort wurde eine simulierte Explosion mit drei verletzten Personen gemeldet. 

Bei der Übung ging es um eine optimale Erstversorgung der Verletzten unter schwierigen Bedingungen. Auf dem Plan standen auch der Aufbau des Sanitätszeltes sowie das Einrichten einer Patientenablage. Allen Rettungshelfern saß dabei die Zeit im Nacken, die im Ernstfall Leben retten kann. „Es ist wichtig, dass wir Erlerntes abrufen und wie immer wiederabspulen, um optimal Leben retten zu können“, sagte Joachim Abel, der die Lehrgangsleitung inne hatte.

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