Förderschüler werden zu Schauspielern

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Fast schon professionell in Sprache, Gestik und Mimik – die Hobby-Schauspielerinnen der Förderschule.

MEINERZHAGEN ▪ „Auftritt: Schule“ – der Name war Programm: An der Förderschule Volmetal „mutierten“ Acht- und Neuntklässler in dieser Woche zu Schauspielern. Ihnen zur Seite standen dabei bühnenerfahrene Profis.

Thomas Wißmann aus Wuppertal und Theaterpädagogin Susanne Kehrein. Sie „trainierten“ die Jugendlichen drei Tage lang für ihren großen Auftritt, der dann in der Turnhalle der Schule „über die Bühne ging“.

Organisiert wurde das Theaterprojekt Auf der Wahr von der RAA (Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien). Die 27 RAA-„Filialen“ in Nordrhein-Westfalen verstehen interkulturelles Miteinander als Chance für die Entwicklung aller Kinder und Jugendlichen – für die hier geborenen, die hier aufgewachsenen und zugewanderten. Mit diesem Arbeitsansatz entwickeln die RAA Programme, Projekte, Produkte und setzen diese vor Ort in Zusammenarbeit mit Partnern um. Die RAA werden gefördert vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration sowie vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW. Unterstützung erhalten die Projektleiter dabei auch vom Wuppertheater.

An der Förderschule war der Eintritt ins Berufsleben Thema der Aufführung. „Die jugendlichen sollen den Wechsel ins Arbeitsleben spielerisch selbst wahrnehmen“, formulierte Thomas Wißmann das „Lernziel“. Dass die Beteiligten dabei fast durchweg gut mitzogen, freute ihn besonders. Und so fieberte er am Mittwoch mit, als seine „Schützlinge“ zum Beispiel das Stück vom „nervigen Dieter“ aufführten. „Wichtig dabei ist mir auch die Körperarbeit und die Problematik ,wie gehe ich?', ,wie stehe ich?'“, erläuterte Wißmann.

Für die Aufführung gab es schließlich viel Applaus vom leider nicht so zahlreich erschienenen Publikum. ▪ beil

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