Förderprogramm Regionale 2013: Noch immer wird investiert

+
Im Bereich der neuen Eisdiele wurden Ende vergangener Woche diese Kübel bepflanzt.

Meinerzhagen - Was vor zwölf Jahren begann, nähert sich allmählich dem Ende: In Meinerzhagen werden in den kommenden Monaten die letzten Fördermittel aus dem Programm Regionale 2013 investiert – aktuell wurde die geplante Erneuerung des Kirchplatzes bekannt.

Doch nicht alle Angebote wurden so angenommen, wie erwartet. Elf Leitprojekte wurden „Oben an der Volme“ entwickelt, nachdem Südwestfalen im Jahr 2007 den Zuschlag zur Regionale 2013 erhielt. Um Synergien zu nutzen und schlagkräftig gegenüber den Mittelgebern auftreten zu können, schmiedeten Schalksmühle, Halver, Kierspe und Meinerzhagen eine Allianz, von der jede der beteiligten Kommunen profitieren sollte.

Und tatsächlich hat die Regionale eine Investitionswelle ausgelöst: Mit einem Gesamtvolumen von circa 65 Millionen Euro wurden etwa in Meinerzhagen das Stadthallen-Umfeld oder die Villa im Park saniert, der (Bus-)Bahnhof erneuert und auch die Volmestraße nebst Radfahrstreifen instandgesetzt. Pläne, die entweder längst umgesetzt wurden (Bahnhof) oder kurz vor der Realisierung stehen (Villa).

Und auch zwei weitere, wenngleich kleinere, Fördertöpfe sollten für eine Belebung sorgen: das Fassadenprogramm und der Verfügungsfonds. Beide laufen nun aus – und haben nicht die Summe abgerufen, die ursprünglich angesetzt worden war. Viel hatten sich die Bau-Fachbereichsleiter der vier beteiligten Kommunen vom Fassadenprogramm versprochen, das allein für Meinerzhagen ein Fördervolumen von 160.000 Euro hatte.

„Leider mussten wir diesen Etat auf 50.500 Euro reduzieren, weil die Nachfrage einfach nicht da war“, sagt Friedrich Rothaar, in Meinerzhagen zuständiger Leiter des Fachbereichs Technischer Service. Das Gute für die Stadt: Das nicht abgerufene Geld habe man in andere Maßnahmen umschichten können, sodass die Mittel nicht ungenutzt blieben.

Warum das Programm, mit dem Hauseigentümer einen bis zu 50-prozentigen Zuschuss für die Fassadensanierung erhalten konnten, so wenig gefragt war, kann Rothaar sich nicht erklären. „Ich weiß es nicht. Wir haben zwischendurch sogar die Werbetrommel gerührt und Info-Briefe an Eigentümer versendet, um auf die Möglichkeiten hinzuweisen.“ In Schalksmühle sei das Programm weitaus besser angekommen.

Ebenfalls nicht ausgeschöpft wurde in Meinerzhagen der sogenannte Verfügungsfonds. Mit dessen Hilfe realisierte Projekte finanzieren sich zu 50 Prozent aus privaten Mitteln, der Rest wird durch die Städtebauförderung zur Verfügung gestellt. Dabei hätte die Stadt ermöglicht, bis zu 60.000 Euro an Fördermitteln bereitzustellen – doch nur etwa 30.000 Euro wurden tatsächlich abgerufen. Dabei sind auch die mithilfe dieses Etats angeschafften Objekte für die Öffentlichkeit gut sichtbar. Investiert wurde in: Zwei Spielgeräte mit Sitzgelegenheit in der Fußgängerzone Zur Alten Post (noch nicht installiert),  Stromverteilungskästen für Veranstaltungen des Stadtmarketingvereins, Trinkwasserbrunnen der Stadtwerke auf dem Otto-Fuchs-Platz, Weihnachtsbeleuchtung für die Straßen und Pflanzkübel zur Verschönerung der Außenbereiche von Geschäften in den Fußgängerzonen.

Weitere Maßnahmen sind nicht mehr möglich, denn auch dieses Programm lief inzwischen aus, ermöglichte aber abschließend noch eine Investition des „Eiscafés mit Herz“ an der Derschlager Straße. Zehn Pflanzkübel sollen künftig den Außenbereich des Eiscafés von der Fußgängerzone abtrennen. Insgesamt 30 Kübel sind am Ende vom Stadtmarketingverein für interessierte Dienstleister, Einzelhändler und Gastronomen angeschafft worden. Heißt auch dort: Viele haben das Programm entweder ignoriert oder für nicht attraktiv genug gehalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare