Auch Meinerzhagen profitiert

Schulen bekommen viel Geld vom Staat

Leere Klassen am Evangelischen Gymnasium während der Pandemie. Ein Förderprogramm soll jetzt helfen, die Corona-bedingten Rückstände wieder aufzuholen.
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Leere Klassen am Evangelischen Gymnasium während der Pandemie. Ein Förderprogramm soll jetzt helfen, die Corona-bedingten Rückstände wieder aufzuholen.

Die Folgen der Pandemie auch an den heimischen Schulen sollen durch ein Förderprogramm des Bundes und des Landes NRW wenigstens zum Teil aufgefangen werden.

Meinerzhagen – Profitieren davon könnten auch Schüler aus Meinerzhagen. Das Evangelische Gymnasium hat bereits drei Angebote in der letzten Ferienwoche geplant, bei denen Fördermittel eingesetzt werden sollen.

Land und Bund steuern gegen

Distanzunterricht und die damit verbundenen Probleme mit der Online-Anbindung, Verlust der sozialen Kontakte, Wechselunterricht, manchmal ganze Klassenverbände in Quarantäne – in den Schulen wurde der gewohnte Ablauf durch die Pandemie auf den Kopf gestellt. Leidtragende: Schüler, Eltern und Lehrkräfte. Obwohl sich alle Beteiligten nach Kräften bemüht haben, die Ausnahmesituation so gut wie möglich zu meistern, hat Corona Lücken gerissen – in den Klassenverbänden und auch, was die Vermittlung des Unterrichtsstoffes angeht.

Genau dort möchten Bund und Land NRW gegensteuern. Deshalb legten sie das Förderprogramm „Ankommen und Aufholen“ auf. Details erläutert das Schulministerium NRW: „Um Schülerinnen und Schülern das gezielte Aufholen pandemiebedingter Lernrückstände zu ermöglichen, stellen Bund und Land bis 2022 insgesamt 430 Millionen Euro zur Verfügung. Durch diese zusätzlichen finanziellen Mittel sollen vor Ort individuelle Förderangebote ermöglicht, weiteres Personal eingestellt und Kooperationen mit außerschulischen Partnern organisiert werden.“

Drei Angebote am Gymnasium

Am Evangelischen Gymnasium Meinerzhagen (EGM) sind bereits knapp 20 000 Euro beantragt, mit denen drei besondere Angebote umgesetzt werden sollen. Ein positiver Förderbescheid steht allerdings noch aus, auch wenn die stellvertretende Schulleiterin Miriam Haarbach optimistisch ist, dass Mittel fließen werden. „Wir werden unsere Angebote aber definitiv umsetzen“, verspricht sie.

Vom 9. bis 13. August ist am EGM eine Erlebnistour in Planung. „Die wird quasi für die wegen der Pandemie ausgefallene Klassenfahrt ans IJsselmeer gehen. Teilnehmen werden Schülerinnen und Schüler der Stufe 9“, erläutert Miriam Haarbach.

Das zweite Angebot ist „English in Action“ überschrieben. Muttersprachler kommen ins EGM und vermitteln Kenntnisse der Weltsprache auch auf spielerische Art. „Dieser Kurs ist offen für alle, der Schwerpunkt liegt bei der Sekundarstufe 1“, erläutert Miriam Haarbach. Schließlich geht es am EGM aber auch um ganz gezielte Förderung in den Hauptfächern Mathe, Deutsch und Englisch. Der Förderunterricht findet in Gruppen statt.

Eigenanteil von 20 Prozent

Knapp 20 000 Euro sind für die Projekte eingeplant, der Eigenanteil der Schule liege bei 20 Prozent der Gesamtsumme, so Miriam Haarbach. Unterstützt, so die stellvertretende Schulleiterin weiter, werde man dabei vom Förderverein. Und auch die an dem Projekt beteiligten Mitglieder des Lehrerkollegiums leisten ihren Beitrag. „Es war kein Problem, Kolleginnen und Kollegen zu finden, die mitmachen“, freut sich Miriam Haarbach. Sie bezeichnet das Förderprogramm, bei dessen Umsetzung für die Eltern im Idealfall keine Kosten anfallen, als „genau den richtigen Weg“: „Wir sind froh, diesen Dreiklang anbieten zu können.“

Stadt wird ebenfalls aktiv

Auch bei der Stadt Meinerzhagen als Schulträger ist das Förderprogramm bekannt – und es soll genutzt werden, um in den städtischen Schulen Angebote zu machen. An der Grundschule Am Kohlberg, so Fachbereichsleiter Helmut Klose, finde in der ersten Woche nach den Ferien bereits ein Angebot statt, das unter der Überschrift „Extrazeit zum Lernen“ steht.

Das soll allerdings nicht die einzige Aktion im Rahmen des Förderprogramms bleiben. Helmut Klose: „Wir möchten noch weitere Angebote machen und dazu die Fördermittel nutzen. Wir warten jetzt auf weitere Details zu dem Programm, einige Infos fehlen noch. Das alles ist natürlich positiv zu bewerten und wir werden uns über einzelne Angebote mit den Schulen abstimmen. Das Programm ist für die Jahre 2021 und 2022 ausgelegt, uns wird also nichts verloren gehen.“

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