Tourismusförderung

Förderantrag: 3,6 Millionen Euro sollen in Meinerzhagener Tourismus investiert werden

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Symbolbild

Meinerzhagen - Eine Millionenförderung für den Tourismus in Meinerzhagen? Für Stadtmarketing-Geschäftsführer Bernd-Martin Leonidas stehen die Chancen dafür gut. Das einzureichende Konzept hat ein Volumen von 3,6 Millionen Euro.

Positive Signale habe er mittlerweile vom Verband „Sauerland Tourismus“ erhalten, so Leonidas. Jetzt gelte es, die Bürgerschaft in Meinerzhagen mitzunehmen. Wie berichtet will der Stadtmarketingverein Fördermittel aus dem Programm „Erlebnis.NRW“ beantragen – Bewerbungsschluss ist jedoch schon der 15. Juli, so dass die Zeit drängt. Immerhin: Ein großer Teil der Arbeit bis zum Stichtag ist erledigt. Dazu gehört auch ein umfangreiches Konzept, dessen Details Leonidas mit Blick auf die Mitbewerber um die Fördermittel aber nicht nennen will. „Da muss man natürlich aufpassen, was man zum jetzigen Zeitpunkt preisgeben kann“, sagt der Stadtmarketing-Geschäftsführer auf Anfrage der MZ.

Naturnähe spielt eine wichtige Rolle

Damit die Meinerzhagener dem Projekt dennoch positiv gegenüber stehen, verrät er immerhin einige Eckpunkte. „Das Thema Natur wird zentral sein, mit Wandern, Radwandern oder auch einer Art Naturkundemuseum“, sagt Bernd-Martin Leonidas. Qualifiziert werden soll im weitesten Sinn das Umfeld der Mattenschanze, aber auch das Warnamt spielt in den Plänen des Stadtmarketingvereins eine Rolle. „Dazu führen wir konstruktive Gespräche mit den Inhaber.“ Insgesamt umfasse das einzureichende Gesamtkonzept elf Maßnahmen mit einem Finanzvolumen von 3,6 Millionen Euro. 80 Prozent dieser Summe würden aus dem Fördertopf bezahlt, die übrigen 20 Prozent entfallen zu gleichen Teilen von jeweils 360 000 Euro auf Stadt und/oder Sponsoren.

Realisiert werden sollen die Maßnahmen freilich erst nach der Förderzusage durch das Land – und bis dahin ist noch viel zu tun. „Grundsätzlich ist man beim ,Sauerland Tourismus‘ von unserem Konzept begeistert“, berichtet Leonidas von einem Gespräch mit den Verantwortlichen in Meschede. „Aber es gab auch einige Tipps, die bei der Bewerbung hilfreich sind.“ So sei es empfehlenswert, so genannte „Letters of Intent“ beizufügen: Dabei handelt es sich um Unterstützungserklärungen von Vereinen, Verbänden und Organisationen aus Meinerzhagen, die den Stellenwert des Tourismus in der Stadt dokumentieren sollen. „Wir werden unsere Partner im touristischen Bereich direkt ansprechen und um solche Unterstützungsschreiben bitten“, kündigt Leonidas das „Klinkenputzen“ an. Natürlich würden sich die Verfasser mit ihrer Unterstützung zu nichts verpflichten, lediglich ihren Wunsch äußern, dass sich in der Volmestadt auf dem Sektor des Tourismus etwas tut. Entsprechende Musterbriefe können unter www.stadtmarketing-meinerzhagen.de eingesehen werden.

Kosten sollen gedeckelt werden

 Bis zum Bewerbungsschluss soll außerdem ein Wirtschaftsplan erstellt werden, der die einzelnen Projektkosten detailliert beschreibt. „Jede Maßnahme soll auf jeden Fall finanziell gedeckelt sein“, will Bernd-Martin Leonidas Befürchtungen um Kostenexplosionen weitestgehend ausräumen. Erst im nächsten Schritt – wenn das Projekt als förderwürdig eingestuft wurde – ist bis Februar 2016 eine aufwendige Potenzialanalyse notwendig. Deren Kosten belaufen sich auf etwa 25 000 Euro – bis dahin hofft Leonidas auf eine entsprechende Rückendeckung des Rates, da spätestens dann auch die Stadt finanziell einspringen muss. Daneben sollte auch die Finanzierung der nicht förderfähigen 20 Prozent bis Februar „stehen“. „Aber ich bin optimistisch – wenn die Bürger mitziehen“, sagt Leonidas.

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