Nach Unfall und Polizeikontrollen

Drag Day mit Nachwehen

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Der Drag Day war einmal mehr ein Besuchermagnet, machte aber auch abseits des Flugplatzes Schlagzeilen. Sehr zum Ärger von Flugplatzbetreiber Friedrich Müllensieper.

Meinerzhagen - 3500 Zuschauer besuchten den Drag Day am vergangenen Samstag. Doch wirklich zufrieden klingt Friedrich Müllensieper nicht, wenn er auf den vergangenen Samstag angesprochen wird. Und das liegt nicht allein an dem Unfall, der dem Tag ein jähes Ende bereitete.

Der Betreiber des Flugplatzes Meinerzhagen ist auch aus anderen Gründen sauer. Auf die mediale Berichterstattung im Allgemeinen und auf die Polizei im Besonderen. „Die Polizei würde an jedem anderen Wochenende ebenfalls so viele Verstöße an der L 306 feststellen“, ist Müllensieper sicher. 

Kritik an Presse und Polizei

Wie berichtet, hatten die Ordnungshüter „im Bereich der Veranstaltung“, wie es seitens der Polizei hieß, 493 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. 

Bereits der immense Kontrollaufwand zum Tunertreffen „Frühlingserwachen“ vor etwa vier Wochen hat den Flugplatzbetreiber verärgert. Seine Bemühungen, große und beliebte Veranstaltungen an der Steinsmark zu etablieren, sieht er konterkariert. 

Damals musste die Polizei wegen illegalen Tunings 82 Fahrzeugen die Betriebserlaubnis entziehen. „Bei 1700 Fahrzeugen, die am Treffen teilgenommen haben, ist das nicht viel“, sagt Friedrich Müllensieper, der sich auch von der Presse eine deutlichere Trennung von Polizeieinsätzen und Veranstaltung wünscht.

„Das darf nicht vermengt werden“, meint der Flugplatzbetreiber. Zumal der Unfall im Zuge eines Viertel-Meilen-Rennens auch nicht so schwer gewesen wie dargestellt worden sei. „Der Fahrer hatte lediglich Schnittwunden wegen einer zersplitterten Seitenscheibe und wurde am Sonntag schon wieder aus dem Krankenhaus entlassen“, berichtet Müllensieper. 

Wie es heißt, hat das Gaspedal des verunfallten Wagens geklemmt. In der Folge war das Fahrzeug in fünf geparkte Besucherautos gekracht. Der Drag Day wurde daraufhin abgebrochen.

Polizei: „Kein gezieltes Vorgehen gegen Gäste“ 

Die Kreispolizeibehörde indes reagiert gelassen auf Kritik an ihrem Vorgehen. Mit Blick auf das „Frühlingserwachen“ Anfang April betont Polizeisprecher Dietmar Boronowski, dass sich ein Großteil der Tuner regelkonform verhalte, ein geringer Teil der Tuner aber eben nicht an die Regeln der Straßenverkehrsordnung halte. „Das wissen wir aus Erfahrung und nehmen daher natürlich auch Fahrzeuge genauer unter die Lupe“, erklärt Boronowski. 

Dass man es bei der Geschwindigkeitsmessung am vergangenen Samstag gezielt auf Besucher des Drag Days abgesehen habe, stimme schlichtweg nicht. „Unser Verkehrsdienst ist generell dann aktiv, wenn ein hohes Verkehrsaufkommen absehbar ist. Sei es beim Drag Day oder aber auch beim Gertrüdchen in Neuenrade“, sagt Boronowski. 

Keine Stellungnahme zum zurückliegenden Drag Day erhielt die Redaktion bislang vom Veranstalter selbst.

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