Polizei verhängt Fahrverbote und Bußgelder

Etwa 1000 Tuning-Fans  pilgern nach Meinerzhagen 

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Nach Schätzungen der Polizei kamen am Sonntag 1000 Teilnehmer mit etwa 500 Fahrzeugen zum Saisonabschluss der Tuningszene auf dem Flugplatz. Rund um die Veranstaltung „Herbstmärchen 2017“ wurden 2378 Fahrzeuge kontrolliert.

[Update, 15.05 Uhr] Meinerzhagen - Die Saison ist vorbei, doch zum Abschluss zeigten etwa 1000 Tuning-Fans aus Südwestfalen in Meinerzhagen noch einmal ihre Lieblinge. Das Treffen nahm die Polizei als Anlass, noch einmal ganz genau hinzuschauen, bevor die Fahrzeuge "eingewintert" werden. Sie wurde fündig.

Ihre Fahrzeuge sind schnell, haben oft einen satten Sound und wurden von den Besitzern mit viel Liebe zum Detail „aufgemotzt“. Immer wieder treffen sich auf dem heimischen Flugplatz-Gelände Angehörige der Auto-Tuning-Szene aus dem ganzen Land – sehr zur Freude zahlreicher Besucher. Und aus dienstlichen Gründen gehören stets auch viele Polizeibeamte zu den Menschen, die es an den Veranstaltungsort zieht. So auch am vergangenen Sonntag. 

An diesem Tag registrierten die Ordnungshüter zahlreiche Verstöße rund um das Tuning-Treffen. Am Sonntag in der Zeit von 12 bis 18 Uhr hieß es in der Steinsmark „Herbstmärchen 2017“. Unter dieses Motto hatten die Organisatoren ihre Saison-Abschlussveranstaltung in Meinerzhagen gestellt. 1000 Teilnehmer mit etwa 500 Fahrzeugen waren laut Polizei dazu angereist.

"Friedlich und ohne Zwischenfälle"

„Die Veranstaltung auf dem Flugplatzgelände verlief aus polizeilicher Sicht friedlich und ohne Zwischenfälle“, heißt es zunächst im Abschlussbericht der Ordnungshüter. So weit, so gut. Was dann folgt, ist weniger erfreulich: „Im Umfeld der Veranstaltung wurden an mehreren Stellen insgesamt 2378 Fahrzeuge kontrolliert. 

Nicht nur Tuner zu schnell unterwegs

Darunter fielen 2239 Geschwindigkeitskontrollen. 278 Verkehrsteilnehmer müssen nun mit einem Verwarngeld rechnen. Polizeibeamte legten 26 Ordnungswidrigkeiten vor. Der Schnellste fuhr mit 113 km/h bei erlaubten 70 km/h. Ihn erwarten zwei Punkte, 160 Euro Bußgeld und ein Monat Fahrverbot“, zieht die Polizei Bilanz.  In diesem Zusammenhang weist Claus Croce, Leiter des Verkehrsdienstes der Polizei, allerdings darauf hin, dass es sich bei den ertappten Verkehrssündern nicht nur um „Tuner“ gehandelt habe. Auch ganz „normale“ Verkehrsteilnehmer seien natürlich überprüft worden. 

14 Autos mit technischen Mängeln

Auch auf die technische Ausstattung der Fahrzeuge warfen die Beamten einen Blick: „139 Fahrzeuge wurden kontrolliert. Dabei wurden an 14 Autos technische Mängel festgestellt. Insgesamt 21 Ordnungswidrigkeitenanzeigen wurden angefertigt, die allesamt zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führten. Vier Mal wurde die Weiterfahrt untersagt. Ein Auto musste sichergestellt werden“, berichteten die Fachleute aus den Reihen der Polizei einen Tag nach dem Tuning-Treffen.  Ein VW Golf war mit einem Fahrwerk ausgerüstet, das für dieses Auto nicht zugelassen war. Laut Polizei steht es jetzt beim TÜV, dort wird ein Gutachten erstellt. 

Polizei lobt konstruktive Gespräche

Was auf dem Flugplatz am Sonntag alles geboten wurde, registrierte die Polizei insgesamt mit großem Interesse: „Trotz des durchwachsenen Wetters erfreuten sich die Teilnehmer an einer Berge- und Rettungsvorführung, die mit amerikanischen Polizei-, Rettungs- und Feuerwehrfahrzeugen durchgeführt wurde. Bei einer Geräuschpegelmessung wurden die lautesten Fahrzeuge prämiert. Der Sieger erreicht dabei auch durchaus Flugzeugniveau.“ Gelobt werden von den Beamten die Kontakte zum Veranstalter und die Gespräche, die mit den Teilnehmern geführt wurden: „Das war sehr konstruktiv“, blickt Claus Croce zurück.

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