Flexibilität als Erfolgsrezept für Firma BAT

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BAT-Mitarbeiter Jörg Wever an einer neuen Zuführmaschine. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Ein großer Autokran der Firma Kamrath bugsierte am Dienstag dieser Woche ein tonnenschweres Gerät an seinen künftigen Standort. Die Anschaffung einer hochmodernen Abkantpresse für Stahlbleche bedeutet für das heimische Unternehmen BAT Maschinenbau einen weiteren Markstein in der noch jungen, aber umso dynamischer verlaufenden Firmengeschichte.

„Wir können jetzt noch flexibler auf Kundenanforderungen reagieren. Die Fertigungstiefe im eigenen Haus wird durch die Anschaffung spürbar vergrößert“, freut sich Geschäftsführer Jörg Biermann.

Der aus Valbert stammende Techniker hatte im Jahr 2000 den Sprung in die Selbständigkeit gewagt. Seine berufliche Ausbildung absolvierte der jetzt 43-Jährige bei der Firma Burgwächter in Ihne. Weitere wichtige berufliche Erfahrung konnte er zuletzt bei der Firma Lagerpusch in Lüdenscheid sammeln. Mit 31 Jahren meldete er sein eigenes Gewerbe an. Startete als „Einmann-Betrieb“ in angemieteten Räumen seines Schwagers in Meinerzhagen am Bamberg. Zuführungstechnik und Automation lautete von Beginn an die Aufgabenstellung, der sich Biermann mit technischem Verständnis für Konstruktion und Fertigungsabläufe widmete. Daraus wurde ein Sondermaschinenbau für Kunden aus nahezu allen wichtigen Branchen – von der Automobilindustrie über Kunststoffverarbeiter bis hin zu anspruchsvollen Anwendungen im Bereich der Lebensmittelverarbeitung und der Medizintechnik.

Ein hochqualifiziertes Team von mittlerweile 27 Mitarbeitern entwickelt, konstruiert und baut zahlreiche Anlagen und technische Produktionshelfer in modernen eigenen Firmenräumen. 2004 erwarb man ein Grundstück im Gewerbegebiet Darmcher Grund. In mehreren Etappen wurde erweitert: 2008 zunächst durch Aufstockung des Bürogebäudes. Im vergangenen Jahr durch Erweiterung der Produktionshalle um 400 auf jetzt 1100 Quadratmeter Nutzfläche.

Firmengründer Jörg Biermann ist für den Bereich Vertrieb zuständig, knüpft und pflegt die Kundenkontakte. Zum immer größer gewordenen Kundenkreis gehören namhafte Firmen in ganz Deutschland, aber auch in der typisch mittelständisch geprägten Region Südwestfalen mit zahlreichen Zuliefererbetrieben für die Schlüsselbranchen. Einer der zurzeit wichtigsten Kunden sitzt in Wipperfürth: Die Firma SN-Maschinenbau ist Weltmarktführer für Beutelverpackungen mit unterschiedlichen Komponenten, in denen flüssige Tomatensauce ebenso wie Gewürzmischungen Platz findet. Anlagen von BAT Maschinenbau in Meinerzhagen sorgen dafür, dass bei der Fertigung jeweils die benötigten verschiedenen Komponenten zur Endverarbeitung in der Anlage passgenau bereitgestellt werden. Manchmal sind es nur kleine Systeme, die zwischen 3000 und 4000 Euro kosten, immer öfter aber komplexe Sondermaschinen im Wert von 100 000 Euro und mehr. Selbst bei solch großen Aufträgen gelingt es dem Unternehmen vom ersten Kundenkontakt bis zur Auslieferung und Inbetriebnahme kurze Lieferzeiten von meist nicht länger als einem halben Jahr gewährleisten zu können. „Der Kunde sagt was er braucht. Wir überlegen, wie wir das technisch und natürlich auch möglichst kostengünstig lösen können“, erklärt Jörg Biermann den Ablauf. Neben seiner mit im Unternehmen tätigen Ehefrau Sandra ist es mit Konstruktionsleiter Peter Vollmert und einem Stamm von mittlerweile zum Teil langjährig im Unternehmen tätigen qualifizierten Mitarbeitern in den Bereichen Konstruktion, Fertigung, Montage und Elektronik eine hochmotivierte und vor allem flexible Truppe, die den Erfolg ausmacht.

2010 führte man als neuestes Innovationsprodukt unter dem Produktnamen „Flexmo“ ein besonders flexibles und kompaktes Montagekonzept erfolgreich am Markt ein. Deutsche Ingenieurskunst erweist sich auch bei diesem Konzept als unschlagbarer Standortvorteil. ▪ -fe

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