Meinerzhagener Raver landet vor Gericht

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Ein mutmaßliche Flaschenwerfer aus Meinerzhagen musste sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Amtsgericht verantworten.

Meinerzhagen - Am 14. März berichtete die Redaktion über einen Vorfall, der sich während der Raver-Party in der Stadthalle Meinerzhagen ereignet hatte. Die Polizei hatte damals von zwei Meinerzhagenern berichtet, die deutlich aggressiv aufgetreten und Widerstand gegen Polizeibeamte geleistet haben sollen.

Am Dienstag fand sich einer der beiden vor dem Amtsgericht in Meinerzhagen wieder. Damals war nämlich ein Security-Mitarbeiter mit einer Bierflasche am Kopf verletzt worden. Er erlitt eine drei Zentimeter große Platzwunde und eine Gehirnerschütterung. Der mutmaßliche Flaschenwerfer musste sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. 

Der Angeklagte stritt ab, den Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes angegriffen zu haben. Das Gericht hörte sieben Zeugen: Einige hatten nichts von der Auseinandersetzung mitbekommen, beschrieben das Sicherheitspersonal aber als äußerst aggressiv. Andere Befragte erklärten, der 35 Jahre alte Angeklagte könne die Tat nicht begangen haben, da er zum besagten Zeitpunkt vom späteren Opfer bereits gepackt worden sei. Lediglich ein Mann gab an, den Geschädigten mit blutendem Kopf gesehen zu haben. Direkt daneben habe der Angeklagte mit einer kaputten Flasche in der Hand gestanden. 

Das Opfer selbst bestätigte, den 35-Jährigen aufgrund eines Tumultes festgehalten zu haben. Dann habe er ihn aber losgelassen, plötzlich sei der Schlag mit der Flasche erfolgt. Ob der Angeklagte der Täter war, konnte der Geschädigte gestern nicht sagen. Am Ende reichte dem Richter das Gehörte nicht aus, um ein Urteil zu fällen. Und so endete der Prozess gestern ohne Entscheidung. Von Amts wegen wird es nun einen neuen Termin geben. Dann sollen auch weitere Zeugen, die gestern verhindert oder gar nicht benannt worden waren, gehört werden.

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