Flammen und dichter Rauch zu Ostern

Beinahe mystisch wirkte der Feuerschein in Vorderhagen, der den Nachthimmel leuchtend orange färbte

Meinerzhagen - Dicke Rauchwolken stiegen am Abend des Karsamstags überall im Stadtgebiet gen Himmel, als bei Sonnenuntergang die Osterfeuer entzündet wurden, mit denen symbolisch der Winter vertrieben und der Frühling begrüßt wird. 28 Feuer waren für das Wochenende von Freundeskreisen, Nachbarschaften und Dorfgemeinschaften angemeldet worden, und auch die Feuerwehr hatte wieder dazu eingeladen.

Durch den Niederschlag in den vorangegangenen Tagen war das Brennmaterial vielerorts immer noch feucht, und so kamen die Feuer teilweise nur zögerlich in Gang. Auf dem Schützenplatz hatten die Wehrmänner des Löschzuges 1 wieder umsichtig mit Bratwürstchen und Getränken für Verpflegung gesorgt. Zwar war es trocken und die Sonne schien, aber auf der Höhe blieb es trotzdem kalt, und so suchten die Besucher gern die wärmende Nähe des Feuers, das sich langsam aber sicher durch den hochaufgeschichteten Holzhaufen fraß. Ein besonderer Spaß war das Feuer natürlich für die Kinder, die es mit großen Augen betrachteten, fotografierten oder mit Begeisterung kleine Zweige und Äste in die Flammen warfen.

Auch in Wiebelsaat hatten sich wieder zahlreiche Besucher auf Einladung der Lengelscheider Wehrmänner am Feuer eingefunden. Durch die windgeschützte Lage war es dort gemütlich warm und einige Gäste lagerten sich in Feuernähe und genossen Speisen und Getränke, für die selbstverständlich ebenfalls wieder gesorgt war.

Während die Gäste in Meinerzhagen gleichzeitig den Sonnenuntergang bewundern konnten, hatten die Besucher in Vorderhagen und Eseloh einen ausgezeichneten Blick auf den aufgehenden Vollmond, der sich pünktlich zum Anzünden über dem Horizont zeigte. Das Kreuz, das wie in jedem Jahr des Spitze des Feuers der Osterfeuergemeinschaft Valbert bildete, wurde in Windeseile ein Opfer der Flammen.

Osterfeuer lodern in Meinerzhagen

Willkommene Wärme verbreitete sich auf der zugigen Höhe der „Trift“, als hier das Osterfeuer entfacht wurde. Große und kleine Helfer der Dorfgemeinschaft Eseloh hatten es morgens aufgeschichtet und dabei Schneeschauern und Regen getrotzt. Am Mittag schickte die Sonne immerhin ein paar Strahlen, so dass das gemeinsame Mittagsmahl, bestehend aus Erbsensuppe, bei blauem Himmel im Freien eingenommen werden konnte. Wer am Abend fror, konnte sich mit einem Glühwein am Feuer wärmen.

Das Hunswinkler Osterfeuer bot am Ostersonntagabend die letzte Gelegenheit, den Frühling auf diese Weise zu begrüßen. Bereits am frühen Abend fanden sich viele Besucher vor und in der Listerhalle ein, um auf das große Spektakel zu warten. Bei Einbruch der Dunkelheit dauerte es dann nicht lange, bis sich der imposante Berg aus Tannengrün, der von den Schützen des Vereins Zur Listertalsperre und dem Prinzenclub aufgeschichtet worden war, dank eines Brandbeschleunigers in ein „flammendes Inferno“ verwandelte. Für „Wärme von innen“ wurde in der Listerhalle dank des Angebots der Schützen gesorgt. - luka/sim/bäs

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