Fischsterben an der Fürwiggetalsperre

Ein bislang unerklärliches Fischsterben melden die Behörden an der Fürwiggetalsperre. ▪ Archivfoto: vom Hofe

MEINERZHAGEN ▪ Zahllose Fischkadaver trieben nun am Ufer der Fürwigge. Taucher des Ruhrverbandes entdeckten weitere tote Tiere auf dem Grund der Talsperre.

Seit einigen Tagen beschäftigen sich die zuständigen Behörden im Märkischen Kreis, der Ruhrverband sowie die Stadtwerke in Meinerzhagen mit dem unerklärlichen Fischsterben in der 1,6 Millionen Kubikmeter fassenden Trinkwassertalsperre. Die Stadtwerke Meinerzhagen stoppten nach Bekanntwerden des Vorfalls die Wasserentnahme aus der Talsperre.

„Wir haben die Fürwigge vorsorglich vom Netz genommen und versorgen Meinerzhagen komplett über den Bezug vom Aggerverband“, teilte die Geschäftsführung der Stadtwerke Meinerzhagen heute mit. Die Stadtwerke-Geschäftsführer Michael Berkenkopf und Jens Groll verwiesen darauf, dass die bisherigen Laboruntersuchungen keinerlei Rückschluss auf mögliche Ursachen gebracht hätten.

„Die Wasserqualität der Fürwigge ist nach den vorliegenden Analysen nicht tangiert. Wir haben dennoch die Wasserentnahme gestoppt“, erklärte Berkenkopf. Erst nach Klärung der Ursache und Bereinigung der Situation werde das Wasserwerk wieder ans Netz gehen. Der Geschäftsführer ergänzte, dass „keine Gefahr für die Bürger besteht“. In den vergangenen Jahren sei hart an der Optimierung des dualen Bezugssystems gearbeitet worden. Die Möglichkeit der variablen und auch vollständig auf nur eine Bezugsquelle umstellbaren Wasserbeschaffung habe sich jetzt bewährt.

Die gute Zusammenarbeit insbesondere der Unteren Wasserbehörde, des Fachdienstes Gesundheitsschutz und Umweltmedizin des Märkischen Kreises, des Ruhrverbandes und der Stadtwerke hob Jens Groll hervor. „Die Stadtwerke Meinerzhagen werden wie alle anderen Beteiligten an der schnellen und umfänglichen Klärung der Situation arbeiten.“

„Die Ursache für das Fischsterben ist bisher nicht bekannt, alle entnommenen Proben wiesen keine Auffälligkeiten auf“, erklärte Hendrik Klein, Pressesprecher des Märkischen Kreises. Die Probeentnahmen und die Laboruntersuchungen hätten bisher keine Rückschlüsse auf eine mögliche Ursache gebracht. ▪ mc

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