Unternehmen feiert Jubiläum

Sebaly und Füge: Sechs Jahrzehnte Tiefbau

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Das Familienunternehmen Sebaly und Füge mit (von links) Bärbel Füge, Larissa Füge, Ulrich Füge, Klaus Füge, Christoph Füge und Constanze Füge.

Meinerzhagen - Wenn die Bezeichnung „Familienunternehmen“ auf einen heimischen Betrieb zutrifft, dann sicherlich auf diesen: Sebaly und Füge. Die Tiefbauer mit Sitz im Industriegebiet Schwenke feiern in diesen Tagen ihr 60-jähriges Bestehen.

Alles begann im Frühjahr 1959, als Günter Sebaly und Manfred Füge beschlossen, ein Unternehmen zu gründen. Das taten sie – und seitdem sind das Haupteinsatzgebiet von Sebaly und Füge die Städte Meinerzhagen und Kierspe. Hier sind die Profis in Sachen Tiefbau unterwegs. 

13 Mitarbeiter zählt die Firma, darunter viele Angehörige der Familie Füge: Geschäftsführer sind die Brüder Ulrich und Klaus Füge. Bärbel Füge, Ehefrau von Ulrich, bringt ihr Wissen als Sachbearbeiterin im Büro ein, ebenso wie Larissa Füge, die Tochter von Bärbel und Ulrich Füge. Sie ist gelernte Betriebswirtin, verschafft sich aber auch außenhalb des Büros einen Überblick auf den einzelnen Baustellen. Christoph Füge ist der Sohn von Ulrich und Bärbel Füge – und auch er bleibt dem Unternehmen treu – und zwar als Straßenbau-Meister. Er ist seit geraumer Zeit für Angebotserstellung, Planung und die Koordination der Baumaßnahmen verantwortlich. Constanze Füge schließlich, die Ehefrau von Christoph Füge, ist eine „Allrounderin“. Büro und Baustelle – überall im Betrieb ist sie heimisch.

Anfänge in Lengelscheid

In den ersten Jahren wurden vom Firmensitz in Lengelscheid aus alle anfallenden Arbeiten koordiniert. Damals war alles Handarbeit, Maschinen und Personal gab es nicht. Das Unternehmen entwickelte sich stetig weiter und hatte zeitweise bis zu 25 Arbeitnehmer beschäftigt. Heute hat sich vieles gravierend geändert: Im Jahr 2000 wurde ein Lagerplatz an der Heerstraße eingerichtet, 2013 verlagerte die Firmenleitung den Standort und zog auf das schon Jahre zuvor erworbene Grundstück An der Schwenke 3 um, wo zu einem noch nicht festgelegten Zeitpunkt neben dem bereits seit 2009 bestehenden Bürotrakt auch noch eine Halle errichtet werden soll. In Lengelscheid blieb die Werkstatt.

Für fast alle anfallenden Arbeiten hat Sebaly und Füge heute das passende Gerät, auch wenn es knifflig wird. So wie vor Jahren. „Damals musste das Fundament unter dem Absprung der großen Meinhardus-Schanze saniert werden. Unser Kleinbagger wurde mit einem Kran an die Kante am Hang gesetzt, dann konnte es losgehen“, erinnert sich Klaus Füge. Und auch die Kanal-Baustelle unter dem Viadukt an der Heerstraße ist ihm als „etwas speziell“ in Erinnerung geblieben: „Da war extrem wenig Platz. Wir haben dort dann unsere kleinen aber sehr leistungsstarken Geräte eingesetzt.“

Zurück zu den Anfängen: Die ersten Auftraggeber 1959 waren die Kommunen Meinerzhagen und Kierspe und Privatpersonen. Schächte ausbessern beziehungsweise anheben, Bäume samt Wurzeln beseitigen, Ausschachtungen für Häuser oder Garagen und Leitungsgräben – das waren typische Arbeiten für Sebaly und Füge. Seit den frühen 60er Jahren ist die Enervie Vernetzt, einst Elektromark, ein konstanter Auftraggeber. Mit den Stadtwerken Meinerzhagen, ehemals Wasserwerk, besteht ebenfalls eine bereits jahrzehntelang andauernde Geschäftsbeziehung. 

Als "Feuerwehr" bei Störungen unterwegs

Nachdem Ulrich Füge 1980 seine Ausbildung als Straßenbauer beendet hatte, wechselte er in den Betrieb von Vater und Onkel. Seine Straßenbauermeisterprüfung legte er 1985 ab. 1986, nach Beendigung seiner Ausbildung als Kfz-Mechaniker, verstärkte Klaus Füge, der Sohn des Firmengründers Manfred Füge, ebenfalls das Team. Günter Sebaly schließlich ging 1993 in den Ruhestand. In diesem Zuge wurde Ulrich und Klaus Füge Firmeninhaber. 

Heute liegt ein Aufgabenbereich beim Störungsdienst. Sebaly und Füge rücken für die Stadtwerke und andere Energieversorger aus. Oft sind sie die „Feuerwehr“, die sofort dabei hilft, Störungen zu beseitigen. Dabei kooperieren sie sehr gut mit den heimischen Auftraggebern. Die Auftragslage sei generell gut, erläutert Bärbel Füge. Allerdings sei eine präzise Zeitplanung das A und O – welche oftmals aufgrund von akuten Störungsbeseitigungen allerdings ins Wanken gerate. Und inzwischen würde sich auch in ihrer Branche, dem Tiefbau, ein Mangel an Fachpersonal abzeichnen. Dem begegnet die Firmenleitung auch mit „bestens ausgebildeten Kräften aus der eigenen Familie sowie der Übernahme der Azubis nach abgeschlossener Ausbildung“. 

„Mittelfristig soll der Betrieb an Larissa und Christoph übergeben werden“, somit ist die Zukunftsplanung bereits in „trockenen Tüchern“. Generell sei die Arbeit im Vergleich zu früheren Zeiten komplexer geworden, hat Klaus Füge festgestellt: „Das betrifft etwa die Genehmigungsverfahren bei einigen Projekten oder die vielen Aspekte, die wir in Sachen Umweltschutz und allen anderen Auflagen beachten müssen.“

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