Firma Mohn aus Meinerzhagen

Hygiene ist ihr Geschäft

Anita und David Mohn sind mit ihrem Unternehmen Experten auf dem Gebiet der Hygiene. Auf dem Gelände Am Stadion wird in den nächsten Wochen eine neue, mehr als 1000 Quadratmeter große Lagerhalle entstehen.
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Anita und David Mohn sind mit ihrem Unternehmen Experten auf dem Gebiet der Hygiene. Auf dem Gelände Am Stadion wird in den nächsten Wochen eine neue, mehr als 1000 Quadratmeter große Lagerhalle entstehen.

Hygiene ist in Betrieben omnipräsent – nicht erst seit der Corona-Pandemie, sagt der Geschäftsführer der Mohn GmbH David Mohn. Ein Grund, warum das Unternehmen, das auf Hygienetechnik spezialisiert ist, kontinuierlich wächst.

Meinerzhagen – In diesem Jahr wird sich der Meinerzhagener Hygieneexperte erneut räumlich vergrößern. Auf dem Gelände Am Stadion soll eine neue Lagerhalle entstehen. 1,5 Millionen Euro werden für den Bau investiert.

Seit 2012 ist das Unternehmen in der Volmestadt ansässig. Vor neun Jahren erfolgte der Umzug aus der Nachbarstadt Kierspe nach Meinerzhagen in das frühere Gebäude des Fliesengeschäftes Welscheit gegenüber des Stadions. Auch damals war der Grund räumlicher Natur: es fehlte an Platz.

Produkte aus Edelstahl

In der Fleischwarenindustrie, aber auch generell im Sektor der Lebensmittelherstellung, ebenso in der pharmazeutischen Industrie –überall ist die Einhaltung hoher Hygienestandards Pflicht. Die Firma Mohn versorgt alle Sparten mit Hygienetechnik-Produkten aus Edelstahl – sozusagen von Kopf bis Fuß: vom Gesichtserkennungs-Scanner mit Temperaturmessung bis zur Stiefelreinigungsanlage.

Das zurückliegende Coronajahr war dennoch auch für den heimischen Hygiene-Spezialisten ein besonderes. Bis zum März 2020 lief in der Branche alles planungsgemäß. „Dann wurde die normale Welt eingefroren“, blickt David Mohn zurück. Das galt auch für das Geschäftsfeld des Hygiene-Experten. Ein Produkt blieb jedoch gefragt: Handdesinfektionsspender. „Wir haben Branchen beliefert, die wir vorher noch nie beliefert hatten“, berichtet der Mohn-Geschäftsführer. Kunden gab es von A bis Z: von Arbeitsagenturen und Apotheken bis hin zu Zahnärzten. Ob in Restaurants, Schulen, Tankstellen oder im Einzelhandel – überall wurden Handdesinfektionsgeräte im wahrsten Sinne händeringend benötigt.

Reißender Absatz

Ein Zufall und zugleich ein Glücksfall, dass ausgerechnet zwei Wochen vor Ausbruch der Pandemie die gesamte Jahresmenge produziert worden sei, sagt David Mohn. „Es hat keine drei Wochen gedauert, da war die gesamte Menge weg“, berichtet er. Es sei nachproduziert worden – sechs Monate lang, „dann ist der Hype abgerissen“. Durch weitere Anbieter war der Markt gesättigt.

Hygieneschleusen

Dies änderte sich auch nicht während der zweiten Welle, sodass man sich im Betrieb Am Stadion wieder auf sein hauptsächliches Segment Hygieneschleusen konzentrierte. Hier sorgten strengere Vorschriften und Änderungen im Bereich der Qualitätsstandards in Bezug auf die Hygiene in der Lebensmittelindustrie schließlich für eine räumliche Erweiterung des Unternehmens Mohn. „Während ein Betrieb zuvor ein Jahr Zeit hatte, diese Vorgaben umzusetzen, sind es mittlerweile gerade 28 Tage“, erklärt Anita Mohn. Die Folge für die Mohn GmbH: Auch sie ist gezwungen, entsprechendes Hygiene-Equipment schneller liefern zu können. „Mit der neuen Lagerhalle haben wir mehr Platz für Produkte und manche Abläufe können so ebenfalls optimiert werden.“ Durch das organische Wachstum komme man dem Qualitätsanspruch des Unternehmens weiterhin effektiv nach. Vor zwei Wochen wurde mit den Erdarbeiten auf der Fläche gegenüber des Stadions begonnen. Im Sommer ist die Fertigstellung der neuen Firmenhalle geplant.

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