Nachhaltigkeit am Bamberg

Firma Busch+Müller erhält Umweltzertifizierung 

+
Vor der Wärmetauschanlage der Kunststoffspritzerei: Dr. Rainer und Guido Müller (von links, Geschäftsleitung) mit Florian Kiesler, dem Leiter Qualitäts- und Umweltmanagement bei Busch+Müller.

Meinerzhagen – Der Begriff Nachhaltigkeit ist derzeit en vogue – und das Meinerzhagener Unternehmen Busch+Müller, Spezialist für Fahrradlicht aller Art, setzt den Wunsch danach auch in der Praxis um.

Jetzt freute man sich am Bamberg über eine Auszeichnung, die dieses Bestreben in Form einer Urkunde untermauert. Busch +Müller erlangte Ende Januar die Zertifizierung nach ISO 14001.

„Dabei handelt es sich um einen weltweiten Standard für Umweltmanagementsysteme, der die Verbesserung von Umweltleistungen und damit verbundene Zielerfüllungen bewertet“, erklärt Guido Müller, Geschäftsführer des Unternehmens. Zertifizierte Betriebe gelten als ökologisch nachhaltig und haben die zentrale Aufgabe, diese Nachhaltigkeit in Zukunft stetig zu verbessern.

Regenwasser und Produktionsabwärme werden genutzt

Doch wie macht sich diese Ausrichtung beim Meinerzhagener Fahrradlicht-Experten praktisch bemerkbar? „Das Sauerland gilt als eine der regenreichsten Gegenden Deutschlands, also wird der Niederschlag gesammelt“, sagt Müller. Dieses Regenwasser diene nicht nur der Toilettenspülung, sondern auch der ständigen Kühlung von etwa 30 Maschinen in der Abteilung Kunststoff-Spritzguss. Das so entstandene heiße Wasser werde nach dem Abkühlen immer wieder in der Spritzerei zur Kühlung eingesetzt. „Es gibt seine Wärmeenergie aber zuvor auch an die Fußboden-Heizungsanlage des Firmengebäudes ab. Die sowieso entstehende Produktionsabwärme wird somit in den kalten Monaten als Heizquelle genutzt, sodass deutlich weniger Ressourcen verbraucht werden, welche die CO2-Bilanz nach oben treiben würden.“

Wärmedämmung, LED-Beleuchtung und Recycling

Im Rahmen des vor wenigen Jahren entstandenen Neubaus und weiterer Umbaumaßnahmen wurden bei Busch+Müller zudem die Fassaden zusätzlich wärmegedämmt und die komplette Beleuchtung auf energiesparendere LEDs umgestellt. Sämtlicher Kunststoffausschuss, der in der Spritzerei entsteht, werde nicht etwa dem Abfall zugeführt, sondern in einer hauseigenen Abteilung wieder zu Granulat zermahlen. Dieses selbst recycelte Material wird daraufhin dem Produktionsprozess wieder zugegeben. Und auch verwendetes Öl wird nicht einfach entsorgt, sondern zunächst geprüft und – wenn möglich – gefiltert und wiederverwendet.

„Generell gilt für das gesamte Unternehmen, dass jegliche Materialien mit Blick auf Umweltverträglichkeit ausgewählt werden und dass Abfall minimiert und gewissenhaft getrennt wird“, sagt Guido Müller. So komme in der Versandabteilung kein Klebeband auf Kunststoffbasis zum Einsatz, sondern abbaubares aus Papier. Und dies seien nur einige von vielen Beispielen für gelebte Nachhaltigkeit des Familienunternehmens. Alle betreffenden Umweltstandards würden stets Kontrollen unterzogen, auch die Mitarbeiter werden entsprechend geschult – damit Nachhaltigkeit auch am Bamberg nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis erreicht werden kann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare