Tourismus: Rückenwind für den Stadtmarketingverein

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„Am Rhein kann man sicher besser Fahrradfahren, aber in Meinerzhagen kann man viel besser mountainbiken“, sagt Bürgermeister Jan Nesselrath.

Meinerzhagen - Wer Touristen anlocken will, braucht „Highlights“ – mit dieser klaren Aussage in der MZ dürfte Touristiker Michael Krause in der vergangenen Woche für Aufmerksamkeit in Rat und Verwaltung gesorgt haben. Hinsichtlich der von ihm geforderten Bewerbung um Tourismus-Fördergelder ist man nun offenbar einen großen Schritt weiter.

Geschäftsführer Bernd-Martin Leonidas bestätigte am Dienstag auf Nachfrage der MZ, dass der Stadtmarketingverein fristgerecht bis Mitte Juli eine Bewerbung um Mittel aus dem Programm „Erlebnis.NRW – Tourismuswirtschaft stärken“ einreichen wird. Abschließende Beratungen innerhalb des Stadtmarketing-Vorstands stünden zwar noch aus, doch die Weichen dafür habe man bereits am Montag im Rathaus stellen können.

Sowohl Leonidas als auch Bürgermeister Jan Nesselrath berichteten im Gespräch mit der MZ-Redaktion von konstruktiven Gesprächen, die man zum Thema „Erlebnis.NRW“ geführt habe. Auf dem Tisch lag dabei offenbar auch ein Konzeptentwurf des Arbeitskreises „Tourismus“ im Stadtmarketingverein, der verschiedene Möglichkeiten der Tourismusförderung in der Stadt aufzeigt.

„Letztlich stehen Rat und Verwaltung dem Thema offen gegenüber. Wenn die Idee gut ist, sehe ich keinen Anlass, dass die Politik da etwas gegen haben sollte“, so Jan Nesselrath. Für ihn ist jedoch die Einbeziehung der Gremien von großer Bedeutung – insofern könne es zum jetzigen Zeitpunkt nur Aufgabe des Stadtmarketingvereins sein, die (unverbindliche und kostenlose) Bewerbung nach Düsseldorf zu schicken. „Sobald es um Mittel der Stadt geht, müssen wir selbstverständlich Rat und Ausschüsse einbeziehen“, betont der Bürgermeister. So hoffe er, dass bereits in der ersten Sitzungperiode nach der Sommerpause konkrete Maßnahmen beschlossen werden können.

Bis dahin erwartet der Stadtmarketingverein eine erste Rückmeldung zu den Erfolgsaussichten der Bewerbung: Sind diese gut, müsste eine Machbarkeitsstudie folgen, die dann aber – nach entsprechendem Votum des Rates – durch die Stadt finanziert werden könnte.

„Wir müssen unser Licht nicht immer unter den Scheffel stellen, sondern sollten auch unsere Stärken bewerben“, äußert sich Bürgermeister Jan Nesselrath durchaus positiv zu den Bestrebungen des Stadtmarketingvereins. „Am Rhein kann man sicher besser Fahrradfahren – aber in Meinerzhagen kann man viel besser mountainbiken.“ Aufgrund der letztlich auch auf die Stadt zukommenden Kosten müsse das Thema jedoch auch politisch „auf eine breite Basis“ gestellt werden.

Zum Hintergrund: 80 Prozent der (noch nicht feststehenden) Gesamtkosten werden gefördert, die übrigen 20 Prozent müssen zu gleichen Teilen von Sponsoren und der Stadt geschultert werden.

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