Feuerwehrgerätehaus Valbert „eingeweiht“

Rund 150 Gäste waren gekommen, um der Feierstunde beizuwohnen.

ALBERT ▪ Es ist vollbracht. Der Um- und Ausbau des Feuerwehrgerätehauses an der Ihnestraße ist nun – nach einigen Querelen und Verzögerungen – endlich vollendet.

Im Rahmen der feierlichen Einweihung konnten sich die Anwesenden am Freitagabend davon überzeugen, dass das Gebäude zu einem echten Schmuckstück geworden ist. Die Fläche für Küche, Sanitärbereich, Umkleiden und Schulungsraum wurde um 190 auf 565 Quadratmeter erweitert.

Die neu gestalteten Räume verteilen sich über zwei Etagen, wirken hell und freundlich und sind modern eingerichtet. Baustart war im Oktober 2008, die Baukosten belaufen sich auf 560 000 Euro. Rund 150 Gäste nahmen an der feierlichen Zeremonie teil und verfolgten, wie der symbolische Schlüssel aus den Händen des Architekten und Bauleiters Michael Koch an Bürgermeister Erhard Pierlings überreicht wurde und von diesem an Stadtbrandmeister Thomas Decker und schließlich an Frank Wunderer, Zugführer des Löschzugs II Valbert, weitergegeben wurde. Zu den Ehrengästen zählten auch der stellvertretende Bürgermeister Volkmar Rüsche, Ortsvorsteher Fred Oehm, Ordnungsamtsleiter Hans Erich Schmidt, Baudezernent Gerd Schriever, Piero Del Casale vom Hochbauamt der Stadt, sowie Vertreter einiger Ratsfraktionen, Kreisbrandmeister Rainer Blumenrath, die Meinerzhagener Wehrleitung, die Valberter Seelsorgerin Sandra Fedeler und Vertreter heimischer Unternehmen, die den Löschzug in den vergangenen Monaten mit Sachspenden unterstützten.

Bürgermeister Erhard Pierlings lobte die gelungene Umsetzung der Baumaßnahme und hob hervor, dass die Stadt in den vergangenen zehn Jahren gut 2,1 Millionen Euro in Baumaßnahmen an Meinerzhagener Feuerwehrgerätehäusern investiert habe. „Das ist nicht ganz selbstverständlich“, so Pierlings. Genauso wenig selbstverständlich sei der große persönliche Einsatz der Löschzüge, die selber ganz erkleckliche Beträge beigesteuert und die Maßnahmen durch großes eigenes Engagement vorangebracht hätten. Stadtbrandmeister Thomas Decker erinnerte in seiner humorvollen Rede noch einmal an die monatelange Zitterpartie, die für die Löschzugmitglieder Anfang 2009 begann, als der beauftragte Siegener Dachdeckerbetrieb die Arbeiten nicht fortführte und die Valberter immer wieder vertröstete. Fatalerweise hatten die Handwerker das Dach der Fahrzeughalle abgedeckt, ohne für eine Absicherung zu sorgen. So stand bald alles voll Wasser und die Räume waren lange Zeit feucht und klamm. Die Stadt machte schließlich von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch und beauftragte ein Kiersper Unternehmen, das ab Mitte Oktober 2009 die Arbeiten an Dach und Außenfassade übernahm. Decker dankte Rat und Verwaltung der Stadt dafür, dass sie trotz angespannter Finanzlage die Mittel für den Bau bereitgestellt hätten. „So verfügt unsere Wehr nun über Häuser, die unsere Arbeit erleichtern und honorieren.“ Besonderer Dank gelte den Kameradinnen und Kameraden, die gerade in den letzten Tagen viel Zeit investiert hätten „damit die Fahrzeughalle wie neu erstrahlt“ und der Bevölkerung, die insgesamt 22 000 Euro für den Umbau gespendet habe.

Zuletzt unternahm Decker einen kleinen Streifzug durch die Geschichte des Gerätehauses, das 1984 Dank der Initiative einiger Blauröcke aus einer Bushalle geschaffen wurde. Pastorin Sandra Fedeler schenkte den Löschzug-Mitgliedern einen Bären, der eine Seelsorgerjacke trägt. „An dem Bären hängt meine Visitenkarte mit Handynummer – wenn's brennt, könnt ihr mir immer Bescheid sagen“, versprach sie ihre Unterstützung.

Nach dem offiziellen Teil waren die Besucher eingeladen, die Einweihung bei Bewirtung durch den Schützenverein Valbert und warmen Speisen, die von zwei Köchen in der neuen Küche angerichtet wurden, in geselliger Runde zu feiern. Der Spielmannszug der freiwilligen Feuerwehr Hemer begleitete die Feier musikalisch.

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