Feuerwehr zieht ihre Jahresbilanz

Einer von insgesamt 150 Einsätzen für die Männer vom Löschzug I im vergangenen Jahr und ein besonders belastender auch für die Helfer noch dazu: Verkehrsunfall mit Todesfolge auf der Autobahn Sauerlandlinie. ▪ Archivfoto: Becker

MEINERZHAGEN ▪ Retten, Löschen, Bergen, Schützen – diese vier Begriffe stehen für die vielfältigen Aufgabengebiete und die großen Herausforderungen, denen sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren im Ehrenamt stellen. Anlässlich der kürzlich durchgeführten Jahresdienstbesprechung beim Löschzug I Meinerzhagen/Genkel wurden seitens der Löschzugführung wieder beeindruckende Zahlen und Fakten im Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr 2009 genannt.

So gab es nicht weniger als 150 Einsätze und natürlich noch jede Menge weiterer Aktivitäten.

Zu Beginn der Versammlung wurde den im vergangenen Jahr verstorbenen, zum Teil langjährig in der Feuerwehr aktiven Kameraden ein ehrendes Gedenken gewidmet: Siegfried van de Kolk, Kurt Erbe, Rudolf Steinbach und Georg Schumann.

Nächster Tagesordnungspunkt waren die Personalangelegenheiten: Die Mannschaftsstärke des Löschzugs I beträgt zurzeit 50 Feuerwehrmänner. Der Ehren- und Altersabteilung gehören 44 Mitglieder an.

Einen Wechsel gab es in der Zugführung: Neuer Zugführer für Stephan Ronge wurde Siegfried Ernst. Seine Stellvertreter sind Markus Nolte und Steffen Kohl. Befördert wurden auf Grund entsprechender Qualifikation zum Brandinspektor Markus Nolte, zum Oberbrandmeister Steffen Kohl, zum Hauptbrandmeister Jörg Falbe und Holger Gerthofer, zum Brandmeister Jörg Pieper, zum Unterbrandmeister Benjamin Piel, zum Oberfeuerwehrmann Phillip Nagy, Daniel Schumacher, Matthias Schwarzbach, Simon Trambacz und Steve Dahlberg sowie zum Feuerwehrmannanwärter Lukas Lippert.

Im Rückblick auf die insgesamt 150 Einsätze des vergangenen Jahres wurden einige besonders spektakuläre und für die beteiligten Einsatzkräfte ebenso herausfordernde wie zum Teil auch belastende Fälle noch einmal besonders erwähnt:

• Schwerer Verkehrsunfall mit vier Schwerstverletzten am 11. März auf der A 45. Ein Mercedes war an einem Baum zerschellt und in zwei Teile gerissen worden.

• Unwetter mit Starkregen über der Innenstadt von Meinerzhagen am 3. Juli, das insgesamt 50 Einzeleinsätze auslöste.

• Verpuffung in einer Garage Unterm Hestenberg am 5. Juli mit einer schwerstverletzten Person.

• Überörtliche Hilfeleistung beim Großbrand der Firma Weka in Iserlohn am 22. Juli.

• Gleich sieben Einsätze an zwei Tagen (3. und 4. September) mit allein vier Verkehrsunfällen, davon einem mit tödlichem Ausgang auf der Autobahn.

Ein besonderer Höhepunkt im Rahmen der Ausbildungsmaßnahmen, aber auch in punkto Kameradschaftspflege war das Übungswochenende in Münster (MZ berichtete ausführlich).

Rund 500 Stunden an Brandsicherheitswachen wurden von Mitgliedern des Löschzugs bei Veranstaltungen in der Stadthalle geleistet.

Löschzugführer Siegfried Ernst hob in seinem Rückblick anerkennend die sehr gute Dienstbeteiligung hervor.

Einen fünfstelligen Betrag erbrachte die wieder durchgeführte Haussammlung der Feuerwehr. Dank der großen Spendenbereitschaft der Bevölkerung konnte dieses Geld sinnvoll zur Ergänzung von Material und Ausrüstung eingesetzt werden. Unter anderem wurden davon angeschafft ein Teleskoprettungszylinder für die technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen mit einer maximalen Kraft von 27 Tonnen. Weiteres Zubehör für ein Schnelleinsatzzelt. Neue Jacken für die Ausgehuniform. Gurtsystem mit Kopfstütze für das sogenannte Spineboard, das zum Transport von Verletzten eingesetzt wird. Spezialgerät zum schnellen und effektiven Öffnen von brennenden Türen sowie einiges weitere an Geräten und Zubehör, das den effektiven Einsatz der Feuerwehrleute unterstützt und vereinfacht. ▪ -fe

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