Eine ganz spezielle Feuerwehr-Übung

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Übungsleiter Andreas Rehbein (verschränkte Arme) brachte viele Erkenntnisse aus dem praktisch-taktischen Einsatzalltag mit. 

Valbert - Für den Normalbürger sehen Feuerwehr-Übungen etwa so aus: Irgendwo im Stadtgebiet versammeln sich die Einsatzkräfte mit ihren Fahrzeugen und Gerätschaften, um am, auf oder im „realen“ Objekt zu trainieren.

Da dient dann schon mal ein Firmengebäude, offenes Gelände mit einem Unfallfahrzeug oder die imaginär auf den Baum gekletterte Katze, die den Rückweg nicht von selbst findet, als Grundlage für Einsatzszenarien. Bei der am Samstag im Valberter Gerätehaus durchgeführten Simulations-Übung war das allerdings anders. Die Tore wurden am frühen Vormittag nur geöffnet, um zwei Fahrzeuge rauszufahren – aber dieses auch nur zu einem feuerwehrtaktisch eher unüblichen Zweck. Denn an ihrer Stelle standen kurze Zeit später rund 30 Stühle, welche von den Frauen und Männern besetzt wurden. 

Die hörten sich zunächst allgemeine, einführende Worte von Andreas Rehbein an. Der im Hauptberuf als Feuerwehr-Führungskraft in Marl Tätige ist auch Ausbilder bei der 2001 gegründeten KOBRA – Konzepte für Brandschutz GmbH in Recklinghausen. Die Visualisierung von Arbeitsabläufen, von der Einsatzstelle bis hin zum täglichen Büroeinsatz bei der Feuerwehr, ist unter anderem deren Betätigungsfeld.

Was das im Einzelnen bedeutet, erlebten die Feuerwehrleute direkt bei dem ersten Übungsszenario, bei dem das System „FüPlan“ zum Einsatz kam. Zunächst galt es, die jeweiligen Einsatzkräfte der angenommenen Lage zuzuordnen. Die so zum Dienst „Berufenen“, bekamen von Ausbilder Rehbein Lagebilder am Monitor gezeigt, mussten sich dann untereinander an den einzelnen Stationen über Abläufe verständigen und diese dokumentieren.

Ein Hauptaugenmerk lag bei diesem Training auch auf der Verbesserung der Kommunikation an der Einsatzstelle und der übersichtlichen, schnellen Lagedarstellung. Für diese wiederum nutzten die Kräfte die Materialien aus einem ganz speziellen Ausrüstungspaket. Besonders die Übersichtlichkeit und Eindeutigkeit der darin enthaltenen Infotafeln und Folien, der sich selbsterklärenden taktischen Zeichen, ermöglichen schnellstmöglich die Übersicht zu gewinnen und zu bewahren und geben so die Möglichkeit, notwendige Entscheidungen zu treffen und diese gezielt umzusetzen. 

„Die FüPlan-Seminare kann ich nur jeder Feuerwehr für ihre Führungskräfte empfehlen. Das ist definitiv eine gute Sache. Und ich ziehe sie jedem klassischen Planspiel vor. So sehen das auch unsere Führungskräfte“, so Stadtbrandinspektor Thomas Decker im Gespräch mit der MZ. Bei denen herrschte trotz der Tatsache, dass es sich nur um „Rollenspiele“ handelte, eine sehr interessierte und angespannte „Einsatzstimmung“ vor, und vor allem die Erkenntnis, dass nur Übun

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