Feuerwehr rückt nach Chemieunfall aus

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Unter Vollschutz untersuchten die Feuerwehrleute die Flüssigkeit. Rund zwei Stunden dauerte der Einsatz in der Nacht zu Mittwoch. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Die Feuerwehr-Löschgruppe Willertshagen wurde in der Nacht zu Mittwoch um 0.30 Uhr zu einem Chemieunfall bei einer Spedition im Darmcher Grund gerufen. Ursache für den Einsatz war eine Beschädigung an einem 1000 Liter Behälter mit einer chemischen Flüssigkeit.

Auf Grund der ersten Hinweise wurde mit der größten Sicherheit für die Einsatzkräfte eine genauere Untersuchung des Behälters und des Schadenausmaß unter sogenannten Vollschutzanzügen vorgenommen.

Beim Transport des Behälters, der auf eine Palette gelagert war, hatten sich Nägel aus der Palette von unten in den Behälter gebohrt und die Beschädigung herbeigeführt. Innerhalb der Halle und auf dem Hof der Spedition war die Flüssigkeit in geringen Mengen ausgelaufen, wie die freiwillige Feuerwehr Meinerzhagen dazu mitteilte.

Der Staplerfahrer hatte sofort gehandelt und durch umdrehen des Behälter auf den Kopf ein weiteres Auslaufen verhindert. Nach Sichtung und Prüfung der Ladepapiere konnte schließlich ermittelt werden, dass es sich bei der Flüssigkeit um ein hochkonzentriertes Holzschutzmittel handelte, das, wenn es unkontrolliert frei wird, ätzend und umweltgefährdend ist. Die betroffenen Bereiche in der Halle und auch außerhalb wurden mit Bindemittel abgestreut.

Nach rund zwei Stunden konnte die Einsatzstelle an die Betriebsleitung des Unternehmens übergeben werden. Die Löschgruppe war mit drei Fahrzeugen und 20 Mann in Einsatz. Die Polizei mit einem Streifenwagen, ein Fahrzeug der Rettungswache und die Wehrleitung waren ebenfalls vor Ort.

Die Einsatzleitung lag in den Händen von Oberbrandmeister Marc Schulte.

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