Neuer Rüstwagen

Die Feuerwehr braucht mehr Platz

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Mit Einzelbereifung reicht der Platz. Beim neuen Rüstwagen mit Zwillingsreifen nicht mehr.

Meinerzhagen – Breiter, länger, höher und effektiver. Feuerwehrfahrzeuge sind heute nicht mehr für den einen, speziellen Einsatzbedarf konzipiert. Beladung und Mannschaft können in vielfältiger Weise im Notfall helfen.

Im Wesentlichen sind die Zeiten vorbei, in denen sich auf Fahrgestellen bis zu 7,5 oder in Sonderfällen 9 Tonnen Aufbauten befanden, in denen für die spezielle Notlage die Einsatzgeräte untergebracht waren. Heutige Fahrzeuge sind immer häufiger multifunktional ausgestattet. Sind sie im Einsatz, kann gelöscht, bei Verkehrsunfällen aus Fahrzeugen befreit und vieles mehr notfallmäßig behandelt werden. 

12 Tonner fast der Regelfall

Nicht zuletzt diese Vielfalt hat aber zur logischen Folge, dass mehr Platz für Einsatzmaterial benötigt wird. Und da größere Aufbauten auch entsprechende Fahrgestelle brauchen, sind die „12-Tonner“ (und mehr) mittlerweile fast der Regelfall. Blickt man auf die aktuelle DIN-Liste für Feuerwehrfahrzeuge, so machen die fünf Fahrzeuge unter 7,5 Tonnen Gesamtgewicht bei insgesamt 25, einen kleinen Teil aus. Weiterer Vorteil der größeren Wagen: In Mannschaftsabteilen können mehr Einsatzkräfte mitfahren. Mit dem Gerät sind auch gleich viele „helfende Hände“ vorhanden. 

Ein Nachteil dieser Entwicklung war von Anfang an zu spüren – noch bevor Fahrzeuge einen Meter aus den Gerätehäusern fahren konnten. Die alte Fahrerlaubnis der Klasse drei berechtigt im Normalfall nicht zum Fahren. Während sich hierfür bei den Kommunen – so auch Meinerzhagen – recht schnell durch die gezielte Ausbildung unter Übernahme der Kosten, eine Lösung finden ließ, ist es bei den vorhandenen Gerätehäusern und deren etwaigen baulichen Anpassungen deutlich schwieriger. Wobei es nicht immer nur um den Platz geht, der beim Einfahren und Abstellen benötigt wird.

Abdeckung der Arbeitsgrube erneuert

Am Florianweg gibt es dafür ein aktuelles Beispiel. Hier ist in der Garage des Rüstwagens eine Arbeitsgrube vorhanden; bisher mit Eichenbohlen abgedeckt. Da der jetzige Rüstwagen rundum einfach bereift ist, kein Problem. Anders bei seinem für Ende des Jahres erwarteten Nachfolger. Er ist an der Hinterachse zwillings-bereift. Und diese Bereifung würde auf den Bohlen stehen. Da diese die Belastung nicht aushalten könnten, ist für sie vor einigen Tagen eine neue Schwerlastabdeckung aus Stahl eingepasst worden, angefertigt vom heimischen Metallbaubetrieb Schäfer, zum Preis von rund 10 000 Euro.

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