Feuerwehr und DLRG üben gemeinsam Wasserrettung

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Bei dem Workshop trainierten insgesamt 80 Einsatzkräfte Techniken der Wasserrettung.

Meinerzhagen - Premiere geglückt – Wiederholung ausdrücklich erwünscht: Rundum positiv fiel am Samstag das Resümee eines gemeinsamen Wasserrettungs-Workshops von Feuerwehr und DLRG in Hunswinkel aus. Rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehren Attendorn, Drolshagen, Olpe und Meinerzhagen sowie des DLRG Bezirks Süd Sauerland beteiligten sich an der ersten interkommunalen Übung in dieser Größenordnung.

Aus Meinerzhagen nahmen die Löschzüge Valbert und Haustadt an der Übung teil. Bekanntlich gehört die Listertalsperre zum Einsatzgebiet des im Listertal beheimateten Löschzugs IV (Haustadt). Unterstützend ist der Löschzug II (Valbert) mit der Wasserrettung betraut. Eingeladen zu dem Workshop hatte der Arbeitskreis Wasserrettung im Kreis Olpe, der sich über zahlreiche „Zaungäste“ aus anderen Einheiten – darunter Vertreter der Wasserrettung Oberbergischer Kreis und anderer Feuerwehren – freute.

Treffpunkt der Aktiven war die Listerhalle, wo Hauptbrandmeister Michael Voßkuhle (Meinerzhagen) zahlreiche Ehrengäste willkommen hieß. Er selbst sei mit Wasser groß geworden, erklärte er. Dieter Grefe, stellvertretender Kreisbrandmeister des Märkischen Kreises, lobte das städteübergreifende Konzept des Workshops. „Wenn ein Bürger in Not ist, muss ihm geholfen werden“, betonte er. „Da dürfen Grenzen keine Rolle spielen.“

Workshop Wasserrettung an der Lister

Seinen Worten schloss sich Stadtbrandinspektor Christian Bösinghaus, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Meinerzhagen, an. Auch Christoph Lütticke, Kreisbrandmeister des Kreises Olpe, machte sich ein Bild von der Lage. Als Übungsleiter wiesen Thorsten David (DLRG), ferner Peter Heuel und Michael Voßkuhle (Feuerwehr) die Einsatzkräfte in vier Übungslagen entlang der Lister ein. Letztere waren zusammen mit Dirk Mühlhan nach einem tragischen Bootsunfall auf der Listertalsperre Initiatoren des Arbeitskreises Wasserrettung.

Ausgangsszenarium des Workshops, bei dem es ausdrücklich nicht auf Schnelligkeit, sondern das gegenseitige Kennenlernen von Mensch und Arbeitsabläufen ankam, war ein „Unfall“ auf einer Brücke in Börlinghausen. Das Szenario: Jemand war von der Brücke gefallen und wurde von der Strömung mitgerissen. Die Rettung des „Verunglückten“ samt Ermittlung der Strömungsgeschwindigkeit, Schnelligkeit des Abtreibens und Sicherung der eigenen Person waren Aufgaben, die die Einsatzkräfte trainierten.

Strömungsretter stürzten sich in das 5 Grad kalte Wasser.

Strömungsretter, die ins 5 Grad kalte Wasser stiegen, demonstrierten die Zusammenarbeit im Team, am Schotterwerk galt es bei „Nacht“ einen Verletzten über einen steilen Zugang mittels Schleifkopftrage, Fixierung und Seilwinde aus dem fließenden Wasser zu bergen, anderswo stand die Rettung mit dem Wurfsack im Mittelpunkt. Auch mit Dummies und Flaschen trainierten die Einsatzkräfte, um Gefahren im Wasser und das Fließverhalten von Objekten besser einschätzen zu können. Während der gesamten Übung deckte das DRK Drolshagen den Einsatzkräften den Rücken und blieb für den Notfall vor Ort.

Auch mit Dummies und Flaschen trainierten die Einsatzkräfte.

Überaus positiv fiel das Fazit von Michael Voßkuhle nach der Übung aus. Alle Einsatzlagen seien zu 100 Prozent ohne Unfälle und Zwischenfälle gemeistert worden, lobte er. Sowohl dem DLRG als auch den Feuerwehren habe die Zusammenarbeit viel gebracht. Auch die Gäste hätten sich durchweg positiv geäußert. Daher sei eine Wiederholung der Großübung gewünscht und geplant. Auch Christian Schnatz, Pressesprecher der Feuerwehr Attendorn, zeigte sich zufrieden mit dem reibungslosen Ablauf der Übung. „Es ist wichtig, sich gegenseitig kennenzulernen“, meinte er.

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