Meinerzhagener Freibäder öffnen Mitte Mai

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Schwimmmeister Herbert Lautenberger am „großen“ Becken des Valberter Bades. Hier wird auf jeden Fall bei Saisonbeginn der Badebetrieb aufgenommen. ▪

MEINERZHAGEN/VALBERT ▪ Die Öffnung der Meinerzhagener Freibäder ist für Mitte Mai geplant. Bei den derzeit herrschenden Temperaturen dürfte die Zahl derjenigen, die an die Eröffnung der Freibadsaison denken, jedoch wohl noch recht begrenzt sein.

Anders allerdings bei denen, die berufsmäßig mit der Angelegenheit betraut sind. „Der langanhaltende Frost und der Schnee, sorgen für eine Verzögerung bei den Vorbereitungen für die kommende Saison“, so Sebastian Muschik, vom Sachgebiet Sport bei der Stadt Meinerzhagen.

Im vergangenen Jahr konnte bei „badetauglicher“ Witterung bereits am 28. April der “Bäderbetrieb“ aufgenommen werden. Jetzt allerdings geht er und seine beiden Kollegen Armin Langemann (Bäderbetriebsleiter bei der Stadt), sowie Schwimmmeister Herbert Lautenberger, von einem Öffnungstermin Mitte Mai aus. „Wenn wir jetzt tatsächlich die prognostizierten Temperaturen bekommen, können wir die bereits begonnenen Auswinterungsarbeiten in den Bädern, intensiv voran treiben“, erklärt Sebastian Muschik, beim Termin im Valberter Bad. Dann heißt es wieder: Alles auf Hochglanz zu bringen. Vom Becken, über die Außenanlagen bis hin zu den Bänken und Tischen für die Badegäste.

Während dieses im Meinerzhagener Bad an der Oststraße eher routinemäßig erfolgen wird, ist die Aufgabenstellung für die Anlage im Ebbedorf etwas „komplexer“. Bekanntlich hat hier Mitte Oktober des letzten Jahres die Meinerzhagener Baufirma Dittmann das alte Kinderplanschbecken abgebrochen, um für das neue Planschbecken Platz zu schaffen.

„Das wir damit nicht direkt nach Abschluss der Saison beginnen konnten lag daran, dass wir zunächst den Wasserverlusten auf den Grund gehen mussten“, so Heinz-Georg Föster vom Gebäudemanagement der Stadt Meinerzhagen. Seit einiger Zeit waren diese bekannt. Im Hinblick auf die ohnehin anstehenden Arbeiten, auch am Leitungsnetz der Anlage, hatte man sich aber auf eine „koordinierte“ Vorgehensweise verständigt. „Neben den Leckagen im Umfeld des alten Kinderbeckens, sind wir auch beim großen Becken fündig geworden“, so Schwimmmeister Herbert Lautenberger, der die Arbeiten in „seinem Bad“ fast täglich beaufsichtigt.

Die für diese notwendigen Untersuchungen benötigte Zeit führte letztendlich dazu, dass der Tiefbau erst Mitte Oktober 2012 starten konnte. „Die Arbeiten verliefen bis zum Wintereinbruch genau nach unserem Zeitplan“, so Heinz-Georg Föster. Dementsprechend konnten die Ausschachtungs- und Planierungsarbeiten noch komplett erledigt werden. Danach allerdings sorgte der „frühe Schnee“ für einen Baustopp. Die kurze „Winterunterbrechung“ im Januar, nutzen die Bauarbeiter wiederum, um die für den Wasserverlust des Schwallwasser-Behälters verantwortliche Leitung zur Filteranlage zu erneuern, beziehungsweise eine neue Drucksensorleitung zu verlegen. Auch wenn zu diesem Zeitpunkt die Wetterlage hoffen lies, dass die Arbeiten weitergehen könnten, machte dann der zurückkehrende Winter einen Strich durch die Rechnung.

„Bei Temperaturen die durchgängig nicht über 5 Grad Plus lagen, waren die Betonierungsarbeiten für die Bodenplatte unmöglich. Damit stoppte naturgemäß auch der eigentlich Beckenbau“, erläutert Heinz-Georg Föster.

Im Moment liegen die vorgefertigten Teile des neuen Planschbeckens abrufbereit bei der Herstellerfirma in Italien. Nach Einschätzung der Planer und der ausführenden Firma, ist eine Erledigung der Arbeiten immer noch zeitgerecht möglich. Zwingende Voraussetzung hierfür: Spätestens nach Ostern muss alles Zug um Zug vorangehen.

Rund 100000 Euro sind insgesamt für die Maßnahme „Beckenerneuerung“ vorgesehen. Fast 34m² Wasseroberfläche wird das neue Becken für die kleinen Wasserfreunde bereithalten. Damit ist es in etwa so groß, wie das alte Planschbecken. Es ist an seiner niedrigsten Stelle gerade mal 15 Zentimeter tief. Über einen leicht abschüssigen Boden, erreichen die Nutzer den „Tiefststand“ von 60 Zentimetern. Ausgeführt werden die Arbeiten von der Firma MSTH2O mit Hauptsitz in Bratislava, einer Tochterfirma der Firma A&T Europa.

Allerdings ist man im Rathaus auch darauf eingestellt, dass es zeitlich gesehen keine „Punktlandung“ geben könnte.

„Wir haben gemeinsam einen Plan - B vorgesehen“,so Heinz-Georg Föster.

Sollte das Planschbecken bis Mitte Mai nicht fertiggestellt sein, soll das Areal mit einer Baustellenabsicherung abgesperrt werden und der „normale Badebetrieb“ im großen Becken termingerecht starten.

Die am Planschbecken unter Umständen noch nötigen Restarbeiten, würden dann „unter laufendem Betrieb“ abgeschlossen. Dabei ist man sich sicher, dass es keinerlei Beeinträchtigungen für die „großen“ Wasserfreunde geben wird. Und ebenso so sicher sind sich die Fachleute darüber: Wenn das neue Planschbecken fertig ist, bringt es für die kleinen Badegäste erheblich mehr Badespaß als bisher.

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