Ferienspielkinder bejubeln Winnetou und Co.

Old Firehand besiegte den Marikopas-Häuptling. ▪

MEINERZHAGEN ▪ „Boah, das war sowas von cool“, sagt Eric. Der Neunjährige ist total begeistert. Er hat gerade gesehen, wie der Gangster Roulin lichterloh in den Flammen des Vulkans verbrannte. Und auch seine Freunde sind sich einig: Das war definitiv die beste Szene.

Rund 100 Kinder fuhren am Mittwoch zu den Karl-May-Spielen in Elspe. Die Fahrt hat Tradition und ist im Rahmen des Ferienspaßes die Sensation. Doch bevor das eigentliche Spektakel losgeht, erkunden die Teilnehmer das Gelände. Und treffen dabei auf wilde Cowboys, die der Menge mit Lasso-Tricks einheizen. Oder lassen sich mit einem Indianer fotografieren. So eine Gelegenheit bietet sich schließlich nicht alle Tage.

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Ferienspaß der MZ -Besuch der Karl-May-Festspiele

 Kulinarisch gibt’s keine großen und schon gar nicht „indianermäßigen“ Überraschungen. Aber Pommes, Würstchen und Eis sind schon in Ordnung. Dafür warten Federn, Messer und Gewehre nur darauf, für eine richtige Schlacht gekauft zu werden. „Guck mal, ich habe mir ein kleines Schwert geholt“, erzählt Kristin und zieht es aus ihrer Gürtelschnalle hervor. Ziemlich cool. Auf der Hülle ist ein Tigerkopf gedruckt, der gefalle ihr am Besten. Die Show, erzählt die Achtjährige später, sei super gewesen. Neben dem spektakulären Vulkanausbruch hätten ihr aber auch die Indianer mit den Pferden sehr gut gefallen. „Ich dachte erst, dass sich die Tiere ziemlich erschrecken, wenn die so laut schießen“, mischt sich Enya (9) ein. Aber die Pferde blieben cool. Cool ist auch die gesamte Show. Es knallt, explodiert, dampft. Langweilig ist’s nie. Indianer reiten auf ihren Pferden über die Freiluftbühne. Hin und her und rauf und runter. Wirbeln Staub auf. Gauner stellen sich ihnen in den Weg, verbünden sich aber auch kurze Zeit mit den Marikopas-Indiandern. Und wer brachte es wieder in Ordnung? Old Firehand und Winnetou natürlich. Nach dem Kampf gegen den Häuptling machen die Helden wieder gemeinsame Sache gegen die Banditen. Das Abenteuer endet mit einer spektakulären Szene. Dem Ausbruch des Vulkans. Die Lava verschlingt die Schurken. Übrig bleibt ein Haufen Asche. Und davon soll auch das Publikum was haben. Wie Schneeflocken rieselt’s herab. Die Kinder sind fasziniert. Für Eric steht fest: Er kommt wieder. Und die Sache mit dem brennenden Banditen, die wird er sicher nicht vergessen. ▪ Lisa-Marie Weber

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