Quartier der Generationen offiziell eingeweiht 

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Bürgermeister Jan Nesselrath (links) und seine Kollegin Petra Gothe übergaben Claudius Hasenau (rechts) und Rolf Lutz als Geschenk eine Ansicht der Hauptschule aus den 1960-er Jahren.

Meinerzhagen - Das Interesse war riesig, als am Freitagmittag das neue Quartier der Generationen im ehemaligen Hauptschul-Gebäude eingeweiht wurde.

Nach knapp zweijähriger Bauzeit versammelten sich dort 250 Gäste zu der Feierstunde, deren offizieller Teil in der benachbarten TuS-Turnhalle stattfand. Ehrengäste dabei waren Landrat Thomas Gemke und Bürgermeister Jan Nesselrath. Sie und die restlichen Besucher aus Politik, Verwaltung, Bürgerschaft und von der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen wurden begrüßt von Claudius Hasenau. Er ist Geschäftsführer der Ambulanten Pflegedienste Gelsenkirchen (APD). Der „Ableger“ APD Meinerzhagen wird künftig geleitet von Hasenaus Schwester Theresia. Sie wird gemeinsam mit Pflegedienstleiterin Petra Schmitz auch für die Begleitung der Wohngemeinschaften verantwortlich sein.

Claudius Hasenau erläuterte, dass sein vor 25 Jahren gegründetes Familienunternehmen mit heute mehr als 400 Mitarbeitern erstmals außerhalb des Ruhrgebietes ein solches Wohnprojekt realisiert habe: „Meinerzhagen ist für uns die erste Adresse – auch im übertragenen Sinne. Heute eröffnen wir das Quartier der Generationen mit dem Demenz-Wohngemeinschaftshaus ,Leben in Meinerzhagen’.“ Hasenau dankte allen am Projekt Beteiligten und den Mitarbeitern der APD, „die jeden Tag Krankheit, Leid und Tod unter humanistischen Werten begleiten“. 

Das Wort übergab er an seinen Freund und Geschäftspartner Rolf Lutz, einen der Investoren. Lutz, Dachdecker und Besitzer eines eigenen Betriebes, schilderte den Ablauf des gewaltigen Umbau-Projektes und er dankte Stadt, Kreis und Sparkasse für deren Unterstützung. „Wir würden es genau so wiedermachen, mit allen daran Beteiligten“, führte er aus. 

Und auch Bürgermeister Jan Nesselrath richtete einige Worte an Gastgeber und Gäste: „Es ist wirklich spannend, zu sehen, wie aus einer Hauptschule, in der noch bis vor zwei Jahren unterrichtet wurde, ein modernes Quartier entstanden ist, das wegweisend für das Wohnen im 21. Jahrhundert ist.“ Nesselrath sprach von einer intensiven, konstruktiven und vertrauensvollen Partnerschaft. Und er bezeichnete es als Glücksfall für die Stadt, dass sich damals ein solcher Investor für die als Schulform auslaufende Hauptschule – beziehungsweise deren Gebäude – gefunden habe.

Landrat Gemke hatte ebenfalls Lob mitgebracht: „Im gemeinsamen Leben und Erleben liegt der Schlüssel für ein würdevolles Dasein. Es ist hervorragend, was Sie hier geschaffen haben.“

Zum Schluss betraten die beiden Geistlichen Klaus Kemper-Kohlhase (Evangelische Kirchengemeinde) und Gregor Myrda (Katholische Gemeinde) gemeinsam die Bühne und baten um Gottes Segen für Bauarbeiter, Bewohner, das Haus und die Pflegenden. Für die Unterhaltung der Besucher sorgten zwischendurch die Kinder der Eulengruppe der Kindertagesstätte Rappelkiste mit Liedern. Sie sind als Nachbarn quasi ein Teil des neuen Quartiers der Generationen.

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