Im Februar: Kampf der Wasserpest

Bereits in den vergangenen Jahren wurde die Wasserpest an der Lister „bekämpft“. ▪ Archivfoto

VALBERT ▪ Fast zwei Monate herrschte mildes Winterwetter. Durch starke Regenfälle gab es reichlich Zulauf in die Listertalsperre. Wie mit dem Ruhrverband, dem Eigentümer des Wasserreservoires vereinbart, wurde der Wasserspiegel abgesenkt, was nur sehr langsam aufgrund des hohen Zulaufes geschehen konnte.

Die Wasserpest lässt sich allerdings nur bekämpfen, wenn die Wurzeln frei liegen. „Diese geben praktisch der Schlingpflanze den Halt, die Nahrungsaufnahme erfolgt durch die oberirdische, sich im Wasser befindende Pflanze“, informiert der Valberter Ortsvorsteher Fred Oehm, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Ausbreitung der Pflanze und das Zuwachsen der Lister zu verhindern.

Bis zum Wochenende ist der Wasserspiegel um mehr als zwei Meter abgesenkt, was nach Oehms Meinung noch zu wenig ist. „Ab dem 11. Februar liegen die Wurzeln aber frei, sie können dann mit schwerem Gerät, aber überwiegend durch Handarbeit, ausgerottet werden. Die Firma Hannig aus Attendorn stellt das Gerät und der Bauhof der Stadt Meinerzhagen beteiligt sich an der Aktion“, freut sich Oehm.

Der Ortsvorsteher weiter: „Was würde geschehen, würde die Wasserpest nicht bekämpft? Die Antwort ist einfach und bedeutet mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Badeverbot. Die an der Listertalsperre angrenzenden Städte Attendorn, Drolshagen und Meinerzhagen werben mit Broschüren und im Internet für den Badespaß in herrlicher Landschaft. Hotels, Gaststätten, Campingplätze und Privatpensionen benötigen dringend Ausflugsverkehr und vor allen Dingen Badegäste, Segler, Wanderer und Surfer.“

Die Wasserpest ist eine bis zu fünf Meter lange Pflanze. „Kommt ein Schwimmer mit seinen Beinen in das Pflanzengewirr, gerät er in Panik – auch wenn er ein geübter Schwimmer ist – und es entsteht eine lebensgefährliche Situation. Vorbeugend muss ein Badeverbot ausgesprochen werden, was keiner möchte“, schildert Oehm. Daher sein dringende Aufruf: „Helft mit bei der Bekämpfung der Wasserpest. Die Listertalsperre ist es wert, dass sie als saubere Badetalsperre auch in diesem Jahr zur Verfügung steht. Es darf nicht dazu kommen, dass sie durch die Wasserpest verkommt wie der Harkortsee. Eine weitere unangenehme Folge ist, dass im Herbst die Pflanze abstirbt und Berge von organischen Pflanzenteilen verfaulen und stinken. Das Schicksal der Bade- und Trinkwassertalsperre kann nicht nur der öffentlichen Hand, also den belasteten Kommunen, überlassen werden.“

Wer mithelfen möchte beim Einsatz gegen die Wasserpest – und zwar am Freitag, 10. Februar, und Samstag, 11. Februar, jeweils ab 8 Uhr an der Listertalsperre – sollte sich bei Fred Oehm melden, er ist unter Tel. (0 23 58) 4 49 erreichbar. Auch der Bauhof der Stadt Meinerzhagen nimmt unter Tel. (0 23 54) 90 38 61 Meldungen entgegen.

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