Thomas Sanden legt Mandat nieder

FDP-Fraktionsvorsitzender Thomas Sanden beendet seine kommunalpolitische Tätigkeit.

MEINERZHAGEN -  Gut ein halbes Jahr vor den nächsten Kommunalwahlen im Mai 2014 gibt es bei der Meinerzhagener FDP eine bedeutsame personelle Veränderung. Der bisherige Ratsfraktionsvorsitzende Thomas Sanden hat mit Wirkung zum 9. Dezember sein Mandat niedergelegt.

Von Horst vom Hofe

Gegenüber der MZ begründet der 57-jährige Kommunalpolitiker seinen Rückzug mit „ausschließlich beruflichen Gründen“. Der bislang freiberuflich tätige Haus- und Grundstücksmakler ist mittlerweile in leitender Funktion für den Immobilienbereich einer Bankengruppe tätig. „Beruf und Politik waren zeitlich zunehmend nicht mehr in Einklang zu bringen“, erläutert Sanden. Er habe seine Fraktions- und Vorstandskollegen der FDP daher bereits im August vergangenen Jahres davon informiert, dass er in absehbarer Zeit ausscheiden werde. Dieser Zeitpunkt sei nunmehr gekommen. „Ich hatte noch den Ausgang des Bürgerentscheids in Sachen Stadthallenumfeld abwarten wollen“, erklärt er. Sanden gehört bekanntlich zu den überzeugten und engagierten Befürwortern des Regionale-Projekts, von dem er sich einen wichtigen Anstoß für eine gute Zukunftsentwicklung der Stadt verspricht.

Sanden gehörte dem Rat über insgesamt neun Jahre seit 2004 an. Er war in dieser Zeit Fraktionssprecher der FDP im Rat. Bei der Kommunalwahl 2009 hatte die Meinerzhagener FDP mit 11,4 Prozent der Stimmen und damit vier Ratsmandaten eines ihrer besten Ergebnisse verzeichnen können.

FDP-Ortsverbandsvorsitzender Matthias Walfort bedauerte den Rückzug Sandens aus der Kommunalpolitik ausdrücklich, zeigte aber Verständnis für diesen Schritt. Walfort hofft, dass man die Nachfolgeregelung zügig über die Bühne bringen kann, möglichst noch bis zur letzten Sitzung des Rates der Stadt Meinerzhagen mit Verabschiedung des Haushaltsplans für das Jahr 2014 am kommenden Montag in der Stadthalle. Das gilt auch für die Klärung der Frage, wer künftig den Fraktionsvorsitz übernimmt. Voraussichtlicher Nachrücker in den Rat wird über die Reserveliste der FDP der frühere Parteivorsitzende Kai Krause (30), der seit der Wahl 2009 bereits für die FDP im märkischen Kreistag sitzt. Beruflich ist Krause als Oberkommissar bei der Bundespolizei tätig.

Der FDP-Ratsfraktion gehören aktuell noch Matthias Walfort, Reiner Ronge und der von der CDU zur FDP übergewechselte Valberter Ortsvorsteher Fred Oehm an. Kurz nach der Wahl 2009 war Torben Gelhausen, der im Listertal für die FDP ein Direktmandat geholt hatte, in die CDU-Ratsfraktion eingetreten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare