Abendliches Fastenbrechen wird von Hunderten besucht

Seit Beginn des Fastenmonats Ramadan Ende Juni treffen sich die Muslime auch in Meinerzhagen jeden Abend zum gemeinsamen Fastenbrechen an der Moschee. - Fotos: Schlicht

Meinerzhagen - Der Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders. In dieser Zeit dürfen Muslime von der Morgendämmerung an bis zum Sonnenuntergang nicht essen, nicht trinken und nicht rauchen. Das Fasten im Monat Ramadan ist eine der fünf Säulen des Islam.

Von Bärbel Schlicht

Am Ende steht das sogenannte Zuckerfest. Doch das wird erst am 28. Juli, einen Tag nach dem Ende des Ramadan, gefeiert.

Während der 30 Tage des Fastens treffen sich die Gläubigen des islamischen Zentrums Meinerzhagen jeden Abend vor der Moschee am Siepener Weg nach Sonnenuntergang zum gemeinsamen Essen. Zu diesem Zweck wurde eigens ein Koch aus der Türkei eingeflogen, der während des Ramadan von mittags bis abends für alle gläubigen Muslime der Gemeinde die Speisen zubereitet. Dazu war auf dem Platz vor der Moschee ein großes Zelt mit vielen Tischen und Bänken aufgestellt, an denen sich jeden Abend 250 bis 300 Muslime versammeln, um gemeinsam beim Essen die Geselligkeit und den Zusammenhalt zu pflegen.

Das herrliche Sommerwetter sorgte auch am Samstagabend noch für milde Temperaturen, als der Platz sich nach 21.30 Uhr langsam füllte. Neben den Mitgliedern des islamischen Zentrums waren an diesem Abend auch das Oberhaupt über 90 Moscheen Suat Okuyan aus Essen, sowie Imam Aslan Bilgen und der Vorstand des islamischen Zentrums Meinerzhagen, Selahattin Kocak mit seinen Vorstandskollegen zu diesem gemeinsamen Essen gekommen.

Am Samstagabend reihten sich besonders viele Menschen in die langen Schlangen vor der Essensausgabe ein, um die zubereiteten Speisen zu genießen. Frauen und Männer saßen in getrennten Bereichen zusammen um zu speisen. Nach der abendlichen Mahlzeit wurde in der Moschee gebetet.

Am Sonntag, 27. Juli, werden sich die Gläubigen zum letzten Mal zum gemeinsamen Mahl vor der Moschee einfinden, denn das ist der letzte Fastentag im Monat Ramadan. Zu den Mahlzeiten sind nicht nur gläubige Muslime eingeladen, betonte der Vorsitzende, auch Nachbarn und Andersgläubige seien herzlich willkommen.

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