Fassadenprogramm: Mittel werden kaum abgefragt

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So kann es aussehen, wenn eine Fassade renoviert wird. Dieses Foto entstand in Kierspe, wo ebenfalls ein Fassadenprogramm aufgelegt wurde.

Meinerzhagen - Neben einer guten Infrastruktur kommt es auch auf Äußerlichkeiten an. Stimmt das Stadtbild rein optisch, ist das ein Pluspunkt für jede Kommune. Und deshalb gibt es in Meinerzhagen ein Förderprojekt, das genau diesen äußeren Eindruck berücksichtigt: das Fassadenprogramm.

Insgesamt 50 500 Euro stehen zur Verfügung, um an bestimmten und in Privatbesitz befindlichen Objekten im Stadtgebiet Sanierungsmaßnahmen durchzuführen. Eine besondere Rolle spielen dabei historische Gestaltungsmerkmale. Sie sollen durch das städtebauliche Förderprojekt von Bund, Land und Stadt hervorgehoben werden. Nach wie vor ist das Interesse an der „Aktion“ allerdings eher bescheiden. Das bestätigte Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar. Er erläuterte, dass bisher „gut 9000 Euro“ ausgezahlt worden seien. „Und demnächst werden weitere 15 000 Euro für vier andere Maßnahmen zur Verfügung gestellt“, kündigte er an.

Ursprünglich waren sogar 160 000 Euro für das Fassadenprogramm eingeplant. „Diese Summe haben wir allerdings jetzt auf eben jene 50 500 Euro reduziert – wegen des ausbleibenden Interesses“, berichtet Rothaar weiter. Dass heimische Immobilienbesitzer so zögerlich auf die Zuschussmöglichkeit reagieren, kann er sich nicht erklären: „Wir haben in diesem Sommer noch einmal eine Aktion gestartet und alle Eigentümer angeschrieben, die in Frage kommende Objekte besitzen. Aber auch darauf war die Resonanz nicht groß“, sagt Rothaar und zuckt mit den Schultern.

Immerhin: Am Gasthaus Theile wurde die Fassade bereits entsprechend den Richtlinien verschönert, und auch am Krummicker Weg ist eine Maßnahme erfolgreich beendet. Die vier noch ausstehenden Gebäude, die jetzt ebenfalls mit Fördermitteln verschönert werden, befinden sich an der Hauptstraße, an der Kirchstraße und erneut am Krummicker Weg.

Das Fassadenprogramm wurde im Rahmen der Regionale 2013 von den Kommunen „Oben an der Volme“ zur Belebung der Innenstadt eingerichtet. Zu den mitfinanzierten Maßnahmen gehören zum Beispiel auch der Rückbau von Vordächern oder Verkleidungen, aber natürlich ebenfalls die farbliche Neugestaltung der Fassade und Renovierung mit Originalmaterialien wie Holz oder Putz. Auch offen einsehbare Garten- und Freiflächen können unter Umständen gefördert werden. Der Bund, das Land und die Stadt unterstützen diese Initiativen gemeinsam mit bis zu 50 Prozent der jeweiligen Investitionssumme.

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