500 Närrinnen feiern ausgelassen in Valbert

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Bunt kostümiert feierten 500 Närrinnen in der Ebbehalle.

Valbert - 498 Eintrittskarten waren bis kurz vor dem Einlass der Männer zu vorgerückter Stunde verkauft, ein Ergebnis mit dem der Valberter Elferrat an Weiberfastnacht zufrieden gewesen sein dürfte. 498 Eintrittskarten bedeutete am Donnerstag aber auch: 498 Närrinnen in schillernden, witzigen und fantasievollen Kostümen, eines schöner als das andere.

Von Gertrud Goldbach

Da gab es nicht nur die klassischen Versionen wie Clown, Fee oder Zwerg. Viele der Närrinnen hatten sich für ihren „Auftritt“ in der Ebbehalle etwas Besonderes einfallen lassen und aus einfachen Materialien selbst Kostüme kreiert. So zum Beispiel das ehemalige Hausfrauenballett, eine Gruppe von Valberter Frauen, die früher selbst Weiberfastnacht auf der Bühne gestanden hatten. Sie kamen als feuerrote Hummer und waren mit ihren langen Fühlern nicht zu übersehen. Ein Hingucker war auch eine weitere, närrische Damengruppe: Eine Närrin hatte sich mit langen bunten Federn geschmückt und stellte einen Paradiesvogel dar, die nächste sah mit viel Stroh und ein paar Federn eher wie eine Inkatochter aus. Die dritte im Bunde hatte eine blaue, reißfeste Einkaufstasche eines großen Möbelherstellers genommen und daraus einen einfachen, gekrausten Rock geschneidert. Ein weißes T-Shirt dazu, eine Kappe auf und eine Handtasche aus Karton, die einem Schiff nachgebildet war – schon war auch sie individuell kostümiert.

So verkleidet fiel es den Weibern nicht schwer, in Karnevalsstimmung zu kommen.

Weiber feiern in der Ebbehalle

Bunt wie die Frauen war auch das Programm auf der Bühne. Gerade die Tanzgruppen hatten sich schöne Themen zu ihren Formationen einfallen lassen. Da kam die Funkengarde Helden als wildgewordene Affenbande und wirkte mit ihrem Affengehabe sehr überzeugend. Die Valberter Konfettis wirkten himmlisch in ihren luftig leichten Kostümen und einer ebenso leicht wirkenden Tanzdarbietung. Blonduella aus Wipperfürth holte sich als Büttenrednerin den „Frauenbeauftragten“ des Elferrates auf die Bühne, Karl Sönnecken. Langweilig und beengend fand sie die Gardeuniformen der Festkomitees. Eine bequemere Variante hatte sie gleich mitgebracht und die durfte Karl Sönnecken sofort anprobieren. Tina Turner, alias Günter aus Radevormwald, entlockte mancher Frau erst skeptische, dann bewundernde Blicke. Auf Highheels bewegte er sich gekonnt wie das Original. Mit einem imposanten Auftritt des Männerballetts Ihnetal endete das offizielle Programm. Als Rockgrößen wie Queen oder The Kiss trat das Ballett auf und mischte die Ebbehalle noch einmal so richtig auf. Danach waren die Türen auch für die Männer geöffnet und es wurde gefeiert bis in den Morgen.

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