Pläne der Verwaltung

Jetzt geht es Falschparkern an den Kragen

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Die Parkzeit in der Innenstadt ist begrenzt.

Meinerzhagen - Das Knöllchen-Risiko für Falschparker in Meinerzhagen steigt - das zumindest deutet eine Etat-Erhöhung im städtischen Haushalt an.

Mittlerweile werden die meisten Meinerzhagener die sehr angespannten Verkehrsverhältnisse während der Umbauphase im Stadthallenumfeld und an der Volmestraße schon vergessen haben. 

Was sich zuvor insgesamt rund drei Jahre lang bis gegen Ende 2017 im Innenstadtbereich verkehrlich abspielte, hatte es in sich: Umleitungen, Baufahrzeuge, Läden, die nur nach längeren Fußmärschen mit gelegentlich „alpinen“ Anforderungen erreichbar waren und dazu fehlende Parkplätze. Mit Notfallregelungen, wie beispielsweise rund um die Jesus-Christus-Kirche oder in der Fußgängerzone, versuchten die Verantwortlichen, die Situation zu entspannen. 

Aktuell ist von alledem nichts mehr zu spüren und eigentlich ist auch ausreichender Parkraum vorhanden. Je nachdem, welcher Nutzungszweck dabei ursächlich ist, sind Plätze an der Kampstraße, hinter der Post, am Kapellenweg oder an der Park + Ride-Anlage zeitlich begrenzt oder für bestimmte Nutzer vorbehalten. 

Problem: Dauerparker

Dem ungetrübten Parkvergnügen, um seine Einkäufe erledigen oder die unterschiedlichsten Dienstleistungen nutzen zu können, stünde also nichts entgegen – wären da nicht die Dauerparker. Häufig unentdeckt blockieren sie die Flächen. Bei manchen von ihnen ist aber ein Rückschluss auf den Parkgrund simpel. Prangt doch eine Plakette an der Windschutzscheibe, die auf eine Beschäftigung bei der Firma Fuchs hinweist. 

Dieser Aufkleber soll eigentlich auf die Berechtigung zum Parken auf Fuchs-Parkplätzen hinweisen. Und davon gibt es, besonders nach der Herstellung von circa 500 Abstellflächen auf dem neuen Parkplatz oberhalb der Woeste, eigentlich ausreichend. 

„Wer behauptet, es gäbe zu wenig Parkplätze, der irrt sich“, sagt Peter Kamphaus. Der SPD-Ratsherr kennt das seit Jahren immer wieder auftauchende Thema nicht nur aus seiner Tätigkeit als Ratsherr, sondern auch als langjähriges Betriebsratsmitglied bei Otto Fuchs. Für ihn ist gerade die Bequemlichkeit ein Hauptgrund, dass Mitarbeiter lieber das Risiko, auf einer befristeten öffentlichen Fläche erwischt zu werden, eingehen, als ein paar Schritte mehr zu gehen. 

"Keine Sonderregelungen"

„Sonderregelungen für Mitarbeiter von Betrieben, Dienstleistern oder Einzelhändlern gibt es für die Nutzung der städtischen Parkplätze nicht“, macht Thomas Dröscher, Leiter Fachdienst Ordnung, auf Anfrage der Meinerzhagen Zeitung deutlich. Damit ist auch klar: Es gibt unter anderem keine Schonzeit für „Füchse“! 

Das könnte im kommenden Jahr für die betroffenen Falschparker häufiger als bisher spürbar werden. Denn bei der Etatverabschiedung für das kommende Jahr wurde eine Erhöhung der bisherigen „Knöllcheneinnahmen“ beschlossen. Statt bisher 40 000 Euro, sollen es nun durch erhöhten Kontrolldruck 60 000 Euro werden. Und das dürfte nicht nur bei Fuchs-Mitarbeitern für längere Fußwege zum nächsten Parkplatz führen – oder zur Mehrbelastung des Portemonnaies infolge von Strafzetteln...

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