Meinerzhagen bald Fairtrade-Stadt?

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Zur Gründung einer Steuerungsgruppe trafen sich am vergangenen Dienstagabend im heimischen Weltladen Akteure, um die Volmestadt Meinerzhagen als Fairtrade-Stadt zu etablieren.

Meinerzhagen – Mehr als vier Jahre sind vergangen, seit der Rat in seiner Sitzung am 8. Juni 2015 auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beschloss, sich im Rahmen der internationalen Kampagne des Vereins Transfair um den Titel "Fairtrade Stadt" – Stadt des fairen Handels zu bewerben.

Nachdem erste Anläufe scheiterten, lag das Projekt aber zunächst auf Eis. Mit der Gründung einer Steuerungsgruppe am Dienstagabend im Weltladen unternehmen Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft jetzt erneut einen Vorstoß, Meinerzhagen als Fairtrade-Stadt zu etablieren. 

Zum Team, das die Aktivitäten vor Ort koordiniert, gehören Ingolf Becker (Politik), Anke Posselt (Zivilgesellschaft, Weltladen) und Wolfgang Schmitz (Einzelhandel). Mit dem Ratsbeschluss und der Bildung einer Steuerungsgruppe sind bereits zwei der fünf für eine Zertifizierung erforderlichen Kriterien erfüllt. Weiterhin muss nachgewiesen werden, dass in Einzelhandelsgeschäften, beim Floristen sowie in Cafés und Restaurants, mindestens zwei Produkte aus fairem Handel angeboten werden. Richtwert ist hier die Einwohnerzahl.

Außerdem soll der faire Handel auf kommunaler Ebene auch in der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit thematisiert werden. Auch diesen Kriterien kann entsprochen werden, da bisher bereits sechs Geschäfte, eine Schule, zwei Kirchengemeinden und Vereine sowie drei Gastronomiebetriebe ihre Mitarbeit zugesichert haben. Bei weiteren Anfragen stehen die Antworten noch aus. 

Zurzeit führen in Deutschland 619 Städte den Titel „Fairtrade-Stadt“. Er wird für zwei Jahre vergeben und nur erneuert, wenn die Erfüllung der erforderlichen Kriterien fortwährend nachgewiesen wird. Das nächste Treffen der Steuerungsgruppe zur weiteren Weichenstellung soll in einem Monat stattfinden.

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