Ziel nach fünf Jahren erreicht

Meinerzhagen ist jetzt „Fair-Trade-Stadt“

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Freuen sich über die Auszeichnung: Bürgermeister Jan Nesselrath, Projekt-Schirmherr Ingolf Becker und die städtische Sachbearbeiterin Cynthia Macke-Fasdryok.

Meinerzhagen – Was lange währt, wird endlich gut: Seit Samstag ist es amtlich, Meinerzhagen ist Fairtrade-Stadt und darf sich auch so nennen. Damit reiht sich die Volmestadt in die Riege von fast 700 Kommunen, Landkreisen und Gemeinden in Deutschland ein.

Bereits am 8. Juni 2015 hatten die Grünen einen Antrag im Rat eingebracht, der vorsah, dass sich die Stadt Meinerzhagen der Kampagne Fairtrade-Stadt anschließen möge. Mit 28 Ja- und fünf Nein-Stimmen votierte der Stadtrat damals dafür. Eine später ins Leben gerufene Lenkungsgruppe sollte sich dann um die Umsetzung der Punkte kümmern, die zur Verleihung des Titels abgearbeitet werden mussten. Dieser Zusammenschluss tagte zu Beginn einige Male, in den folgenden Jahren wurde es allerdings ruhig um das Gremium. Jetzt, mehr als fünf Jahre später, konnte das Vorhaben realisiert und der Titel Fairtrade-Stadt „errungen“ werden.

Alle Kriterien erfüllt

„Nun erfüllt Meinerzhagen nachweislich alle für das Siegel notwendigen Kriterien und leistet damit seinen Beitrag zur Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Stadt. Bürgermeister Jan Nesselrath und der Schirmherr des Projektes Ingolf Becker werden anlässlich der Verleihung der Urkunde durch die Fairtrade-Gesellschaft so zitiert: „Damit setzen wir ein wichtiges Zeichen für nachhaltigen Konsum.“ Aufgrund der coronabedingten Einschränkungen wurde die eigentlich geplante offizielle Übergabe laut Stadt durch eine digitale Auszeichnung ersetzt.

„Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass sich das Bewusstsein von einem gerechten Welthandel in unserem Denken verankert“, so Jan Nesselrath und Ingolf Becker weiter, „und vor allem darauf hinwirken, dass man entsprechend handeln kann – ganz konkret, hier vor Ort. Nur so kann man Veränderung bewirken.“ Laut Pressemitteilung dankten beide den engagierten Meinerzhagenerinnen und Meinerzhagenern, die sich für fair gehandelte Produkte einsetzen und, zum Teil schon seit vielen Jahren, „darauf hinarbeiten, dass es bei ,Fair Trade’ nicht bei einer leeren Worthülse bleibt“.

Saarbrücken war Vorreiter

Dass die Idee funktioniere, zeige das große bundesweite Interesse. Die Stadt zitiert in diesem Zusammenhang Dieter Overath, den Vorstandsvorsitzenden des Vereines TransFair: ,„Was 2009 mit Saarbrücken als erster Stadt begann, hat einen Domino-Effekt ausgelöst. In der öffentlichen Beschaffung, im Stadtmarketing, in Gastronomie und Handel, in Schulen und Vereinen bringt die Kampagne neue Partner zusammen und entwickelt eine eigene Dynamik in der Kommune. Mit ihrem Engagement tragen die Fairtrade-Towns auch dazu bei, die Entwicklungsziele der UN in die Praxis umzusetzen.“ Dabei seien Fairtrade-Towns auch wichtige Akteure für die Implementierung der globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen. 

Kriterien für die Auszeichnung sind laut Stadtverwaltung die Gründung einer Steuerungsgruppe zur Koordinierung der Aktivitäten; ein offizieller Ratsbeschluss zur Beteiligung an der Kampagne; eine bestimmte Anzahl an Verkaufsstellen und Gastronomie, die faire Produkte anbieten; teilnehmende Vereine, Gemeinden und Schulen sowie mediale Berichterstattung über die Aktionen. „Neben engagierten Kommunen gibt es in Deutschland bereits mehr als 700 Fairtrade-Schulen und 30 Fairtrade-Universitäten. Weitere Infos zum Thema Fair Trade finden Interessierte unter der Adresse https://www.fairtrade-towns.de/aktuelles/ im Internet“, wird informiert.

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