Neubau am ZOB in Meinerzhagen

Grünes Licht für Fahrradplätze

Neuer Abstellbereich für Fahrräder am ZOB
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In diesem Bereich am ZOB soll die neue Anlage errichtet werden.

„Kommt Zeit, kommt Rat“ – oder in diesem Fall „Rad“. Denn der Rat stimmte am Dienstag für die Fahrradabstellanlagen, die gegenüber des ZOB errichtet werden soll als Projekt der Regionale 2013. Allerdings nicht einstimmig, sondern mit vier Gegenstimmen und zwei Enthaltungen. Vorausgegangen waren mehrere Äußerungen der Ratsvertreter aus den einzelnen Fraktionen.

Meinerzhagen – Dass aus der CDU Gegenwind kommen würde, hatte Volkmar Rüsche bereits angekündigt. Denn deren Vertreter hatten in den Fachausschüssen zuvor immer wieder den nicht unerheblichen finanziellen Aufwand kritisiert. Immerhin liegt der bei rund 293 000 Euro für 50 Fahrradstellplätze. Macht pro Fahrrad Kosten von je 5860 Euro. Durch die Bezuschussung des Landes Nordrhein-Westfalen allerdings halbiert sich dieser Betrag als städtischer Eigenanteil fast.

Bauliche Aufwertung

Dabei geht es der Verwaltung nicht nur um die Abstellanlage, sondern ebenfalls um eine städtebauliche Aufwertung des ZOB/Bahnsteiganlage und des damit verbundenen Umfeldes.

In seiner Sitzung am 23. Juni hatte sich der Bau- und Vergabeausschuss mit Auftragsvergabe für die notwendige Einhausung für die Anlage entschieden. Demnach wird es zukünftig ein mit einem elektronischen Zugangssystem ausgestattetes Fahrradparkhaus geben.

Mit etwa 60 Quadratmetern Grundfläche und errichtet auf dem rund 1600 Quadratmeter großen ehemaligen Mitarbeiterparkplatz der Firma Fuchs, direkt am Aufgang zur Fußgängerbrücke.

Auf Anregung der Grünen soll dort im Bereich der vier ebenfalls eingeplanten Pkw-Parkplätze auch eine Ladestation für die Fahrzeuge errichtet werden. Ob das gelingt, hängt laut Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck jedoch vom Energieversorger Enervie ab, der als Anbieter einer solchen Ladesäule fungieren müsste.

Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit

Hintergrund der Grünen-Forderung war nicht nur der – von FDP-Ratsherr Kai Krause unterstützte – Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit, sondern auch die Hoffnung darauf, „Wildparkern“ damit einen Riegel vorzuschieben. Die Sorge ist groß, dass nicht zuletzt Mitarbeiter der Firma Otto Fuchs auch die vier zusätzlichen Stellplätze als willkommene Gelegenheit zum Parken nutzen. Eine Sorge, die auch Bürgermeister Jan Nesselrath (CDU) nachvollziehen konnte: „Dieser Zustand ist unhaltbar, das stimmt. Mehr als reden und den Verantwortlichen sagen kann ich aber nicht – dieses Problem entwickelt sich zu einer Never-ending-story.“

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