Gerichtsverhandlung

Fahrer (34) baut Unfall - und trinkt erst mal Likör

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Meinerzhagen - Ehrlich war er an diesem Tag immerhin - ob es aber auch schlau war, nach einem Unfall Pflaumenlikör zu trinken, sei dahingestellt. Genau darum ging es aber jetzt vor Gericht.

Mutmaßlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit verlor ein 34-jähriger Mann am Abend des 28. April vergangenen Jahres auf der Straße in Österfeld die Kontrolle über seinen Wagen. Er fuhr über eine Verkehrsinsel und stieß gegen eine Leitplanke. Dabei soll er an Bordstein und Planke einen Schaden von 1094,09 Euro verursacht haben. 

Gemeldet hatte der Fahrer den Unfall nicht, sondern soll sich stattdessen in seine nicht so weit entfernte Wohnung begeben haben. Dort trank er eigenen Angaben zufolge Pflaumenlikör und konsumierte Amphetamin. „Er war aufgewühlt und zittrig“, erklärte der Verteidiger des Fahrers, der sich im Amtsgericht Meinerzhagen dem Vorwurf der Unfallflucht und des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln stellen musste. 

Wie sich der Unfall ereignet hatte, könnte sein Mandant nicht mehr sagen. Jedenfalls habe er aber keinen Schaden an der Leitplanke gesehen und sei deshalb nach Hause gefahren. Dort habe er seinen Bruder angetroffen und ihm von dem Vorfall erzählt, so der Angeklagte. Gemeinsam seien sie dann noch einmal zur Unfallstelle zurückgefahren. 

Die Polizei war schneller und bereits vor Ort. „Er hätte einfach vorbei fahren können“, warf der Verteidiger ein. Der 34-Jährige hatte aber angehalten und sich freiwillig als Unfallverursacher zu erkennen gegeben. Das Problem für ihn: Bei dieser Gelegenheit stellten die Beamten zwei Gramm Amphetamin beim Meinerzhagener sicher und 0,39 Promille Alkohol im Blut fest. 

Vorstrafen hat der Angeklagte nicht und den Schaden an der Leitplanke hat seine Versicherung beglichen. Dieser, räumte der Richter nach der Betrachtung von Fotos ein, sei durchaus schwer zu sehen gewesen. Ergebnis: Vorläufige Verfahrenseinstellung gegen eine Zahlung von 600 Euro an die Staatskasse.

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