Fahrer für Essen auf Rädern gesucht

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In der gemütlichen Runde – 29 der 45 Mitarbeiter der Aktion „Essen auf Rädern“ nahmen teil – mussten am Dienstagabend auch ernste Dinge besprochen werden, denn es werden dringend Fahrerinnen und Fahrer gesucht. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Die Menschen, die in schöner Regelmäßigkeit andere mit warmen Mahlzeiten beliefern, waren jetzt einmal selbst zum Essen eingeladen. Als Dankeschön für ihr ehrenamtliches Engagement und ihren Einsatz.

29 der insgesamt 45 Mitarbeiter der Aktion „Essen auf Rädern“ konnten der Einladung folgen, und wurden vom Awo-Vorsitzenden Rolf Puschkarsky im Awo-Treff begrüßt. Als Vertreter der Stadtverwaltung waren auch Silvia Markus und Hans-Erich Schmidt gekommen, bei denen die Fäden der Organisation zusammenlaufen.

In der gemütlichen vorweihnachtlichen Runde musste aber auch über ernste Dinge gesprochen werden. Denn im vergangenen Jahr und auch schon früher hat es immer wieder Engpässe bei den Fahrerinnen und Fahrern gegeben. Verschärft wurde die Situation dadurch, dass keine Zivildienstleistenden und auf Dauer auch keine 1-Euro-Kräfte mehr zur Verfügung stehen. Hinzu kommt, dass im kommenden Jahr einige der langjährigen Begleiter aus unterschiedlichen Gründen ausscheiden. „Wir müssen aufmerksam sein, um den Standard zu halten,“ sagte Rolf Puschkarsky. Deshalb werden jetzt vor allem Fahrerinnen und Fahrer aber auch Begleiter gesucht, die von Montag bis Freitag vormittags zwischen 10 und 13 Uhr zur Verfügung stehen. Wer Interesse hat mitzuarbeiten, wird gebeten, sich bei Silvia Markus, Sachgebiet Soziales bei der Stadt, unter der Telefonnummer 02354/77150 zu melden.

Seit 1977 gibt es in Meinerzhagen die überaus erfolgreiche Aktion „Essen auf Rädern“. In diesen Jahren haben viele ehrenamtliche Mitarbeiter dafür gesorgt, dass die Bezieher der Mahlzeiten ihr Essen zuverlässig und pünktlich erhielten. Wie etwa Elke Benninghaus, die von Anfang an dabei war, im nächsten Jahr aber auch ausscheidet. „Bei Wind und Wetter an allen Tagen des Jahres seid Ihr im Einsatz. Das ist eine herausragende caritative und gesellschaftliche Leistung, die die Qualität eines Gemeinwesens ausmacht,“ würdigte Rolf Puschkarsky die Arbeit der Mitarbeiter.

Die Aktion wird von vier Organisationen getragen: Der Awo, dem DRK und der katholischen sowie der evangelischen Kirchengemeinde. Die Mitarbeiter des DRK übernehmen den Wochenenddienst, während die Mitarbeiter der Awo und der beiden Kirchengemeinden im wöchentlichen Wechsel im Einsatz sind. Rund 50 Mahlzeiten, die im Wilhelm-Langemann-Haus gekocht werden, werden täglich ausgeliefert. ▪ luka

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