Die Linien auf den Straßen lösen sich auf

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Im „Eiskanal“ bei Valbert fehlt sie an manchen Stellen ganz: die Mittellinie.

Meinerzhagen - Eine Fahrt nach Valbert, zunächst über die B 54 und dann auf der L 539, zeigt ein Problem auf, mit dem sich der Landesbetrieb Straßen.NRW im ganzen Land befassen muss: Die Fahrbahnmarkierungen sind vielerorts fast unsichtbar, an manchen Stellen haben sie sich komplett abgenutzt.

Vor allen Dingen auf der Landstraße am Rande des Ebbedorfes fehlt, besonders im Bereich des so genannten „Eiskanals“, von der Mittellinie stellenweise jede Spur. Hier wird nach Gefühl gefahren. Erstaunlich: Auf dem unfallträchtigen Straßenabschnitt ist Tempo 100 erlaubt. 

Andreas Berg ist Pressesprecher der Außenstelle Hagen beim Landesbetrieb Straßen.NRW. Er weiß um die Mängel: „Ich kenne diese Stelle.“ Man habe die L 539 dort einst gemeinsam mit einem „Markierer“ eingemessen und der Firma beim Aufbringen der Striche genaue Vorgaben gemacht, erinnert er sich. Doch das alles scheint nicht zum gewünschten Ergebnis geführt zu haben, denn die Markierungen sind schadhaft oder komplett verschwunden. 

Gerade im Bereich Valbert hat Berg aber auch außergewöhnliche Ursachen für den Farbabrieb ausgemacht: „Wir haben hier eine starke Abnutzung. Das liegt auch an der Höhenlage. Wenn hier im Winter ein Schneepflug entlangfährt, nehmen die Markierungen Schaden“, erläutert er. Allerdings habe man die heimischen Straßen stets „auf dem Schirm“, was die Fahrbahnmarkierungen angehe. Eine Erneuerung sei hier geplant, bei den aktuellen Ausschreibungen sind B 54 und L 539 aber noch nicht berücksichtigt. Dennoch ist Berg zuversichtlich, dass im Frühjahr 2020 in Valbert und Meinerzhagen neue Markierungen aufgebracht werden können. 

Fakt ist allerdings, dass die ausführenden Firmen bei Markierungsarbeiten auf trockenes Wetter angewiesen sind. Außerdem dürfe kein Streusalz auf der Fahrbahn liegen. „Im Prinzip haben wir für die Arbeiten also ein relativ verlässliches Zeitfenster von Mai bis Oktober“, weiß der Experte vom zuständigen Landesbetrieb. Er räumt auch ein, dass die Striche vor Jahren haltbarer waren als heute. Und das habe einen einfachen Grund: Früher, so Berg, seien viele chemische Substanzen zur Haltbarmachung verwendet worden. Die seien heute verboten.

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