Demontage des Salzsilos

"Zwilling" am Bauhof steht nun alleine

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Auf dem Boden angekommen, ging es an die Zerlegung des alten Vorratsbehälters.

Die Entscheidung fiel bereits im Juni. Bei der Jahreszeit entsprechend angenehmen Temperaturen entschied die Kommunalpolitik damals über den Abbau des kleineren Salzsilos auf dem Gelände des Meinerzhagener Baubetriebshofes. Am Samstagmorgen war es so weit.

Mit einem 60 Tonnen Mobilkran, einem Hubsteiger und weiteren Schlepp- und Rüstfahrzeugen waren die Mitarbeiter der Firma Friedrich Schöler Landschaftspflege aus Reichshof in Darmche angerückt. Nach kurzer Lagebesprechung mit Baubetriebshofleiter Jörg Muckenhaupt begannen sie mit ihrer „zerstörerischen“ Arbeit. Um das zweite Silo dabei nicht zu gefährden, hatte man sich für einen Abbau in mehreren Segmenten entschieden. 

Den Anfang machte der gut eine Tonne schwere Silodeckel. Bis dieser jedoch an den Haken des Krans genommen werden konnte, galt es, in luftiger Höhe von gut 25 Metern Verschraubungen zu lösen, Befestigungs- und Spannbänder zu kappen und die Aufstiegsleiter zu demontieren. 

Nach gut eineinhalb Stunden war es dann so weit: Mit Gefühl und trickreichen Schwenkmanövern, holte der Kranfahrer den Deckel zu Boden. In weiteren Schritten lösten die Arbeiter die noch vorhandenen Verbindungen des Silos mit dem Fundament, sodass am frühen Nachmittag der Kollos an einer Traverse hängend auf den Boden abgelassen werden konnte. Dort eingetroffen ging es gleich mit dem Einsatz der Kettensägen weiter. 

Bevor der eigentliche Salzbehälter – oder das, was von ihm noch übrig war – zerlegt wurde, entfernte man die Stützfüße. Auch wenn der gesetzte Zeitrahmen für den Abbau nicht ganz eingehalten wurde und am heutigen Montag noch Restarbeiten anstehen, waren die Beteiligten mit dem Ablauf der Arbeiten zufrieden. Für den Wintereinsatz, so ein Verweis des Bauhofleiters, ist man am Bauhof auch nach dem Abbau weiterhin gut gerüstet. 

Bilanziell abgeschrieben und sanierungsbedürftig

Es gab gleich zwei Gründe für die Demontage. Zum einen war das Silo nach 20 Jahren bilanziell abgeschrieben, zum anderen hätte es wegen erheblicher technischer Mängel aufwendig saniert werden müssen. Bis zum Abschluss dieser mit Kosten von rund 40 000 Euro kalkulierten Arbeiten, wäre eine weitere Nutzung nicht möglich gewesen. In die von der Verwaltung erarbeitete Vorlage über die Zukunft des Silos floss auch die Wetterstatistik der letzten Winter ein. Das Fazit: Milde Winter machen einen Ersatz für das Salzsilo überflüssig. Zukünftig soll nur noch im größeren Silo aus dem Jahr 2011 und an weiteren Lagerstätten Streumaterial aufbewahrt werden.

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