Sauberes Wasser, eine belebte Innenstadt und keine störende Werbung

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Sowohl in der Fürwigge als auch in der Genkel (Foto) werden die Grenzwerte von 50 Milligramm Nitrat je Liter Wasser weit unterschritten. In den heimischen Talsperren liege die Messzahl jeweils deutlich unter zehn Milligramm. 

Meinerzhagen - Eine „vitale“ Innenstadt, sauberes und sicheres Trinkwasser und Werbeanlagen, die das Stadtbild nicht verschandeln – mit diesen Themen beschäftigten sich die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (PSVU) in ihrer jüngsten Sitzung.

Wasserversorgungskonzept: Konzepte – für die Stadt ist das nicht Neues. Jetzt gilt es, ein solches auch für den Bereich „Trinkwasserversorgung“ aufzustellen. Es geht darum, der Bezirksregierung nachzuweisen, dass die Bürger auch in Zukunft sauberes Wasser ins Haus geliefert bekommen. Wo kommt es her? Ist die Qualität in Ordnung? Kann das Verteilernetz Industrie und Haushalte sicher beliefern? All diese Fragen sind in dem Konzept zu beantworten.

Dazu hat sich die Verwaltung auch Experten mit „ins Boot“ geholt. Einer ist Michael Berkenkopf, Chef der heimischen Stadtwerke. Der andere kommt vom Versorger Enervie und heißt Oliver Bings. Der trug im Ausschuss vor, was es mit dem Konzept auf sich hat. Und er beruhigte die Politiker: „Wir haben hier eine sehr gute Wasserqualität für die zentrale Versorgung.“ Auch die Infrastruktur sei gut, befand er. 

Dass es zu Engpässen bei Industrie oder Bürgern kommen könne, schloss Michael Berkenkopf dann aus. Er berichtete auch von einem sinkenden Verbrauch in Meinerzhagen. Schließlich ging es noch um den Nitratwert. Auch in diesem Punkt konnten die Fachleute Positives feststellen. Sowohl in der Fürwigge-Talsperre als auch in der Genkel würden die Grenzwerte weit unterschritten. 50 Milligramm pro Liter wurden als Grenzwert festgelegt, in den heimischen Talsperren liege die Messzahl jeweils deutlich unter zehn Milligramm, hieß es. Einstimmig fiel am Ende das Votum aus, ein Wasserversorgungskonzept aufzustellen.

Innenstadt Meinerzhagen, Programm „Urbanität“: Eine gepflegte, attraktive Innenstadt und einladende Fußgängerzonen. Dieses Ziel wird im Rahmen des Regionale-Projektes „Oben an der Volme“ verfolgt. Die einzelnen Maßnahmen stellte Jens Ebener vom Düsseldorfer Büro ASS vor. Was in der Sitzung deutlich wurde: Die zunächst geplante Begrünung des sogenannten „Aldi-Daches“ wird erst einmal zurückgestellt. Man will abwarten, wie sich die Situation am neuen Otto-Fuchs-Platz entwickelt, speziell in Sachen Spielhalle. Die ist quasi unter dem Aldi-Dach angesiedelt – und es ist kein Geheimnis, dass sich Politik und Verwaltung eine andere Nutzung für diese Räumlichkeiten wünschen.

Das Konzept zur Innenstadt-Entwicklung begrüßten jedenfalls alle Fraktionen. CDU und SPD äußerten zudem den Wunsch, nach Möglichkeiten zu suchen, künftig Durchgangsverkehr auf der Derschlager Straße zu unterbinden, jedenfalls außerhalb der festgelegten Lieferzeiten. Poller, so Jan Blume (CDU) könnten hier eine geeignete Maßnahme sein. Dieser Vorschlag fließt nun in die Überlegungen zur Umsetzung des Konzeptes ein. 

Und noch ein Wunsch wurde im PSVU vorgetragen: Heidrun Fuchs (UWG) regte an, Fahrradständer an mehreren Stellen in den Fußgängerzonen zu verteilen – und nicht nur wie geplant im Bereich Sparkasse aufzustellen. Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar steht dem aufgeschlossen gegenüber: „Daran soll es nicht scheitern.“ Am Ende stimmte der Ausschuss einstimmig für die vorgestellten Planungen.

Werbeanlagen-Satzung: Großflächige, „grelle“ Werbung mitten in der Stadt, das möchten Politik und Verwaltung künftig verhindern. Um dazu ein geeignetes Mittel an die Hand zu bekommen, benötigt die Verwaltung eine Satzung. Die wurde am Dienstag einstimmig beschlossen. Diese Maßnahme diene dazu, das Ortsbild zu schützen. Bestehende Anlagen, auch das wurde deutlich, sind allerdings von dieser Satzung nicht betroffen. Sie genießen laut Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar Bestandsschutz. Das Geltungsgebiet der Satzung ist in der unmittelbaren Innenstadt eng begrenzt. Weder die Oststraße noch der Bereich Stadthalle sind eingeschlossen. An der Stadthalle möchte man die Entwicklung erst abwarten, die Oststraße sei ohnehin ein eher gewerblich genutzter Bereich, erläuterte Rothaar.

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