Kreative Kulturwerkstatt am Bamberg geöffnet

Die Kultur-Werkstatt des Evangelischen Gymnasiums lockte mit einer großen Bandbreite an kreativen Angeboten.

MEINERZHAGEN ▪ Das Auge kann dem schnellen Wechsel der Plastikbecher kaum folgen. Mit der Geschwindigkeit von Hütchenspielern werden die „Cups“ von den beiden Schülerinnen Dana Schanzenberger und Jule Defendenti rhythmisch auf den Tisch geschlagen, dann klatschen sie in die Hände.

Becherklang und Klatschen wechseln sich nach einem kompliziert wirkenden Muster ab und ergeben einen tollen Percussions-Ersatz, während beide den Song „Cups“ aus dem Kinofilm „Pitch Perfect“ singen. Was nach wochenlangem Proben aussieht, saß bei den beiden Schülerinnen schon nach eineinhalb Stunden. Am Freitag war das Erlernen dieser Rhythmustechnik nur eines von vielen Angeboten der Kultur-Werkstatt des Evangelischen Gymnasiums, die ab 15 Uhr allen Schülern und Eltern offenstand.

Während im Kunstraum mit Hingabe Pflanzschalen oder Wanddekorationen getöpfert wurden, arbeiteten Schüler der Jahrgangsstufe 8 an der Aufführung ihres kurzen Theaterstücks „Ein lebendiger Tagebucheintrag“, das sie selbst zu Papier brachten. Wer durch die Schulflure ging, konnte eine große Bandbreite an Werkstatt-Projekten entdecken, die zum Mitmachen einluden. Basteln, malen oder sich in der Kunst des Kletterns üben - bei so viel Auswahl fiel die Entscheidung schwer. Natürlich erklang vielerorts fetzige Musik und mischte sich zu Stimmen und Gelächter, die aus den Klassenräumen drangen.

Da wurde Musik mit Gitarre, Keyboard oder Klavier gemacht, und ab 18 Uhr gab es in der Aula unter Leitung von Musiklehrer Michael Otto „Hits zum Mitsingen“. Ja sogar Besen und Papierkörbe wurden in den Händen der Gymnasiasten zu Musikinstrumenten. Kurzum: Die Kreativ-Werkstatt wurde ihrem Namen mehr als gerecht.

„Dieses Mal war es uns wichtig, den Schülern vollständig das Feld zu überlassen“, erzählte Kunstlehrer Dieter Fuchs, der die vielen Projekte mit seiner Kamera im Bild festhielt. Von der Idee über die Durchführung bis zur Präsentation der Projekte liege alles in den Händen der Schüler. Bei allen Fragen wurden sie natürlich von Christian Erdmann unterstützt, der die Gesamtleitung der Kultur-Werkstatt hatte.

Die Schüler nutzten den kreativen Gestaltungsfreiraum offenbar mit Begeisterung aus. Daher bestand am Freitag sogar die Möglichkeit, das Schulgelände einmal vom Ponyrücken aus zu erkunden. Die Klasse 5c hatte sich das Angebot ausgedacht und in Marion Sonnabend eine Unterstützerin gefunden. Sie brachte die beiden Ponys „Halva“ und „Gletting“ aufs Schulgelände. Auch in kulinarischer Hinsicht erwartete die Teilnehmer Vielfalt: Die Klasse 7c zauberte „Cookie-Monster“ auf die Verkaufstheke, der Förderverein sorgte mit einem großeHn Buffet ebenfalls für beste Verpflegung und hatte zudem eine Tombola organisiert. Lehrer Walter Eck bot seine legendäre Pilzpfanne an, und auch Waffeln, alkoholfreie Cocktails oder Milch-Shakes kamen gut an.

Ab 19 Uhr versammelten sich alle Mitwirkenden in der Aula zur Präsentation der Workshop-Ergebnisse. Das Technik-Team von Thomas Erdmann sorgte für die passende Beleuchtung und den richtigen Klang bei Theaterstücken und musikalischen Darbietungen.

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