„Autofahrer halten immer vor roten Ampeln an“

Kolumbianische Schüler zu Gast in Meinerzhagen

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Esteban Mariño, Mariana Moreno und Luna Torres aus Kolumbien sind derzeit mit ihren Lehrern Maria Eugenia Viana und Jeyson Espejo zu Gast in Meinerzhagen. Begleitet werden sie hier von Lehrer Volker Schilmöller (Mitte) und ihren Austauschschülern Peter Schneider, Tabea Bergen und Hannah Fey.

Meinerzhagen - Ein Unterschied zwischen Deutschland und Kolumbien? „Die Autofahrer halten immer vor roten Ampeln an – auch wenn kein Auto kommt“, hat Esteban Mariño bereits am zweiten Tag seines Deutschlandbesuchs festgestellt.

Garantiert werden er und seine beiden Mitschülerinnen aus Bogotá während ihres neuntägigen Aufenthaltes viele weitere interessante Erfahrungen sammeln.

Nachdem eine kleine Gruppe des Evangelischen Gymnasiums im Juni dieses Jahres im Rahmen des Entwicklungspolitischen Austauschprogramms (ENSA) nach Südamerika gereist war, erfolgt nun der Gegenbesuch der Escuela sol Naviente, einer kleinen katholischen Schule in Tocancipá in der Nähe von Bogotá.

Während Esteban Mariño, Luna Torres und Mariana Moreno schnell festgestellt haben, dass, so erzählen sie, viele Deutsche im Gegensatz zu den „überschwänglichen Latinos“ eher zurückhaltend seien, steht auch für Schulleiterin Maria Eugenia Viana und ihren Kollegen Jeyson Espejo schon jetzt fest: „Es ist ein Treffen von zwei Kulturen, die in jedem Sinne unterschiedlich sind. Genau das ist der Reichtum der Begegnung.“ Auch Volker Schilmöller, Organisator und Initiator des Austausches, ist überzeugt, dass beide Schulen von einer Partnerschaft profitieren: „Es ist ein tolles ökumenisches Projekt.“

Während ihres Aufenthalts sollen die Besucher aus Kolumbien möglichst viele Eindrücke von der Partnerschule und der Volmestadt erhalten. Während der ersten Tage ist die gesamte Gruppe im Freizeitheim Schoppen untergebracht. An den Vormittagen lernen die Gäste das Schulleben auf dem Bamberg kennen, nachmittags standen eine Kanutour auf der Listertalsperre, ein Besuch des Bauernhofes Vedder in Güntenbecke, der Firma Busch und Müller sowie der Meinhardus-Schanzen auf dem Programm. In der Jesus-Christus-Kirche gab Musiklehrer Michael Otto ein kleines Konzert für die Austauschgruppe. 

Das Wochenende verbringen die Schüler in den Familien von Hannah Fey, Tabea Bergen und Peter Schneider, die im Sommer mit ihren Lehrern Volker Schilmöller und Eva Keiber nach Tocancipá gereist waren. Ausflüge in die Domstadt Köln stehen dann ebenfalls auf dem Programm, ehe die letzten drei Aufenthaltstage in einem Tagungszentrum in Solingen verbracht werden, wo dann, gemeinsam mit den Mitarbeitern des ENSA-Austauschprogramms, über die deutsch-kolumbianischen Kontakte reflektiert werden soll. Volker Schilmöller hofft, dass die Partnerschaft weiter ausgebaut werden kann. Im kommenden Jahr soll eine größere Gruppe aus Kolumbien nach Meinerzhagen reisen, der Gegenbesuch ist für das darauffolgende Jahr geplant.

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