Adventliche Musik in der Kirche Valbert

War am Sonntag ebenfalls in der Kirche zu hören, der Singkreis der evangelischen Kirchengemeinde Valbert. - Foto: J. Salzmann

Valbert - „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit.“ Dem alten, in Ostpreußen entstandenen Kirchenlied „Macht hoch die Tür“ aus dem 17. Jahrhundert entliehen diverse Musikgruppen am Sonntag in der evangelischen Kirche das einladende Motto ihres Singens und Musizierens im Advent.

Als „ein mutiges Wort in unseren Tagen, wo doch mancher am liebsten die Türen verschließen würde“, legte Pfarrer Peter Winterhoff den Leitgedanken. Dennoch sei „Macht hoch die Tür“ auch ein verheißungsvolles Wort.

In allen Beiträgen gehe es um Gottes Kommen in die Welt. Als Moderator und Impulsgeber, der manch tiefgründigen Text in den Nachmittag einbrachte, geleitete Pfarrer Winterhoff durch das Konzert. Unter anderem vom „Zerplatzten Weihnachtsstern“, über dessen Bedeutung die Weisen aus dem Morgenland sinnierten, war die Rede. Verschiedene Gruppen und unterschiedlichste Klangfarben versetzten beim adventlichen Singen und Musizieren in der gut besuchten Kirche in erwartungsfrohe Stimmung.

Eingebunden in das stimmungsvolle Konzert, bei dem auch die Zuhörer immer wieder zum Mitsingen eingeladen waren, waren der Singkreis der evangelischen Kirchengemeinde unter Leitung von Mark Kristen, der Flötenkreis unter Leitung von Sigrun Ottjes, die Gruppe „Music with Friends“ um Volker Schmidtmann und die Band „Julia plus x“ mit Michael von der Mühlen (Gitarre) an der Spitze. An der Orgel trug Thomas Bückemeyer unter anderem mit einer Choralfantasie über „Macht hoch die Tür“ zum Gelingen des Nachmittags bei.

Vom neugeborenen Kind in der Krippe kündete das traditionelle irische Weihnachtslied („Celtic Carol“), mit dem der Singkreis das vielstimmige Singen und Musizieren eröffnete. Im darin enthaltenen freudigen „Gloria in excelsis Deo“ funkelte Weihnachtsfreude auf. Aus ungewohnter Perspektive blickten die Sängerinnen und Sänger in „Eines Nachts wie heut“, das vom Kampf zwischen Luzifer und den Engeln erzählte, auf das Weihnachtsgeschehen. Auf Sopran- Alt-, Bass- und Tenorflöte stimmten die Flötistinnen in den Reigen weihnachtlicher Melodien ein. In der Barockzeit, bei Michael Praetorius und Valentin Rathgeber, machten sie mit ihrer gefühlvollen Musik Halt. Altüberlieferter Mehrstimmigkeit frönten sie dabei mit „Den die Hirten lobeten sehre“ (Praetorius) gekonnt. Weihnachtsmusik par excellence brachte die „Aria Pastorella“ von Rathgeber. Einen denkwürdigen Heiligabend im Kriegsjahr 1914, als französische, schottische und deutsche Soldaten nahe Ypern gemeinsam Weihnachten feierten, rief die Gruppe „Music with Friends“ mit „Belleau Wood“ in Erinnerung. Zur Alten Musik aus dem Barock war die moderne Musik ein reizvoller Kontrast. Singend und musizierend entzündete „Music with Friends“ das Licht im Stall (Light of the Stable). Sängerin Julia Fernholz drückte den Liedern von „Julia plus x“ mit ihrer schönen Stimme ihren Stempel auf. Mit „Do you hear what I hear?“ – Geschichte der Hirten – und „Last Christmas“ rundeten die Gruppe den Klangfarbenreichtum des Konzerts.

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