Kirchenwahlen: „Aufkreuzen für die Gemeinde“

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Am 14. Februar 2016 finden in der Evangelischen Kirche von Westfalen Wahlen statt

Meinerzhagen - „Aufkreuzen für die Gemeinde“ lautet das Motto der Kirchenwahlen, die am 14. Februar 2016 in der Evangelischen Kirche von Westfalen stattfinden. Alle vier Jahre stehen die Presbyterien, die Leitungsgremien der örtlichen Kirchengemeinden, zur Wahl.

Damit die stimmberechtigten Mitglieder einer Gemeinde wählen können, braucht es deutlich mehr Kandidatinnen und Kandidaten als Plätze. Alle volljährigen Frauen und Männer, die zur Gemeinde gehören, können sich zur Wahl stellen. Wenn sich nur so viele Kandidaten finden wie Plätze im Presbyterium zu besetzen sind, gelten sie nach Kirchenrecht als gewählt. Eine Wahlperiode dauert vier Jahre.

„Die Mitglieder des Presbyteriums tragen gleichberechtigt mit den Pfarrerinnen und Pfarrern Leitungsverantwortung. Sie sind verantwortlich für die Gestaltung des Gemeindelebens, kümmern sich um Mitarbeiter und Finanzen. Das Presbyterium vertritt die Gemeinde im rechtlichen Sinne, trägt also auch Verantwortung für den Haushalt und als Arbeitgeber. Es bestimmt den Kurs der evangelischen Kirche vor Ort, setzt Schwerpunkte und Akzente, trifft in bewegten Zeiten weitreichende Entscheidungen. Vielerlei Gaben, Fähigkeiten und Kompetenzen sind gefragt – ob Pädagogik, Kreativität und Fantasie, Organisationsentwicklung, Bauwesen oder Finanzen“, heißt es in einer Pressemitteilung der evangelischen Gemeinde Meinerzhagen.

Das amtierende Presbyterium habe in der Volmestadt beschlossen, die Zahl der Stellen für Presbyterinnen und Presbyter wieder von zwölf auf 15 zu erhöhen. „Und das, obwohl in der letzen Periode wegen der fallender Gemeindezahlen eine Verringerung auf zwölf eingeführt wurde“, wird weiter mitgeteilt. „Heute stellen wir gemeinsam fest, dass die Herausforderungen an das Presbyterium nicht direkt abhängig sind von den Gemeindegliederzahlen, sondern von den Aufgaben, die abgearbeitet werden wollen. Da das Presbyteramt ein reines Ehrenamt ist, wollten wir einer Überlastung Einzelner Rechnung tragen und haben beschlossen, das Gremium zu vergrößern. Wir suchen also aktive Gemeindeglieder für das ,neue’ Presbyterium, die bereit sind mitzuhelfen und anzupacken“, wird erläutert.

„Ich bin dankbar für die vielen Menschen, die in den Gemeinden ihre Fähigkeiten, ihr Können, ihre Zeit, Kraft und Energie einbringen. Das ist ein großer Reichtum, denn unsere Evangelische Kirche von Westfalen wird von Presbyterien und Synoden geleitet und nicht von Pfarrern und Bischöfen“, erklärt Präses Annette Kurschus, leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen: „Die Kirchenordnung fußt auf dem ehrenamtlichen Engagement der Menschen, die ihre Gemeinde verantwortlich mitgestalten. Die evangelische Kirche baut sich von ,unten’ her auf, von den Gemeinden.“

In der heimischen Kirchengemeinde werden am kommenden Sonntag, 8. November, jeweils nach den Gottesdiensten in der Johanneskirche sowie in der Jesus-Christus-Kirche Gemeindeversammlungen stattfinden. In diesen Versammlungen können Wahlvorschläge abgegeben werden. Die Frist zur Abgabe von Wahlvorschlägen endet am 21. November. „Das Presbyterium lädt alle wahlberechtigten Gemeindeglieder zu diesen Gemeindeversammlungen herzlich ein“, hofft Friedrich-Wilhelm Schnöring, Vorsitzender des heimischen Presbyteriums, auf viele Gäste.

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