Die Breslauer Straße wird erneuert

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Die Breslauer Straße gleicht augenblicklich einem Flickenteppich ▪

MEINERZHAGEN ▪ „Die Breslauer Straße ist ein Flickenteppich“, befand Burkhard Sasse vom Ingenieurbüro Schmidt am Mittwochabend. Im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung stellte er die Pläne für die Kanal- und Straßenerneuerung der Breslauer Straße vor.

Rund 390 000 Euro wird allein der Straßenbau kosten. Dazu kommen weitere 100 000 Euro für die Kanalerneuerung und 26 000 Euro für eine neue Beleuchtung. Nach den Osterferien wird die Verwaltung die Anlieger im Rahmen einer Bürgerversammlung genauer informieren.

Für die komplette Straßenfläche von 2056 Quadratmetern sehen die Pläne einen Vollaufbau vor. Die Anwohner werden sich an den Kosten für Straße und Beleuchtung beteiligen müssen. Wie hoch diese Anliegerbeiträge ausfallen werden, wird erst zur Bürgerversammlung nach den Osterferien feststehen.

Schon oft habe die Stadt die Breslauer Straße repariert, so Burkhard Sasse. Daher bestehe die Fahrbahndecke aus vielen unterschiedlichen Belägen. Diese mit einer sogenannten „dünnschichtigen Asphaltdecke“ zu sanieren, wie es für andere Straßen geplant ist, sei nicht möglich, sagte der städtische Fachbereichsleiter „Technischer Service“, Jürgen Tischbiereck. „Eine Dünnschicht ist wie Schminke auf 100-jährige Haut“, befand der Experte.

Genau wie die Straße stammen auch die Kanalrohre aus dem Jahr 1952 und sollen daher ebenfalls erneuert werden. „Mit 61 Jahren müssen Menschen ja auch mal in den OP“, griff Tischbiereck zu einem weiteren Bild, um die Notwendigkeit der Maßnahmen zu unterstreichen.

Neben der Fahrbahn soll auch der Rest der Straße nach dem Ausbau neuer und moderner aussehen. So will die Verwaltung zum Beispiel die bisherige Straßenbeleuchtung durch moderne LED-Lampen ersetzen.

„Der Gehweg ist wieder für die Talseite angeordnet“, kündigte Burkhard Sasse an. Anders als bisher soll er aber nicht asphaltiert, sondern gepflastert werden. Zwar habe sich der Rat an der Birkeshöh für einen geteerten Bürgersteig entschieden, erklärte Tischbiereck auf Nachfrage des CDU-Ratsherren Volkmar Rüsche. Grund dafür seien aber nicht die Kosten gewesen: „Pflaster und Asphalt sind fast kostenneutral.“ Der Winterdienst habe es auf dem asphaltierten Gehweg an der steilen Birkeshöh einfach leichter, so Tischbiereck. „Asphalt ist im Winter schneller eisfrei.“ Auf der flachen Breslauer Straße sei ein gepflasterter Bürgersteig aber unproblematisch.

Für die Bergseite der Breslauer Straße sehen die Pläne ein sogenanntes Schrammbord vor. Dieses 50 Zentimeter breite Stück Gehweg wird die angrenzenden Häuser von der Straße trennen. Um den Platz dafür zu gewinnen, soll die Fahrbahn statt bisher sechs Meter nur noch 5,50 Meter breit sein. Für durchfahrende Pkw werde dies keinen Nachteil darstellen, erläuterte Sasse. Weiterhin sollen in der Breslauer Straße nur 30 Stundenkilometer erlaubt sein. Bei dieser Geschwindigkeit könnten nicht nur zwei Pkw bequem aneinander vorbei fahren. Auch für einen Pkw und einen Lkw sei genug Platz. ▪ cra

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