Meinerzhagener Polizei sucht Zeugen

Rothenstein: Angriff auf Schulhausmeister

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Das Schulzentrum Rothenstein war am Dienstag Schauplatz eines tätlichen Angriffs gegen den Hausmeister.

Meinerzhagen - Das Schulzentrum Rothenstein war am Dienstag erneut Schauplatz sinnloser Gewalt – diesmal musste die Polizei allerdings keine Sachbeschädigung zur Anzeige bringen, sondern eine Körperverletzung.

Die Polizei bestätigte jetzt auf Anfrage der MZ, dass es am Schulzentrum zu einer Auseinandersetzung zwischen jungen Männern und einem Hausmeister der Einrichtung gekommen sei. „Hintergrund war der Hinweis, dass sich die jungen Männer unbefugt auf dem Gelände befinden“, erklärte Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski. Die mehrfache, letztlich auch lautstarke Auseinandersetzung gipfelte nach Angaben der Polizei darin, dass einer der beiden Unbekannten den 61-Jährigen in den Schwitzkasten nahm. Dabei habe sich der Hausmeister eine Verletzung am linken Auge zugezogen.

Dass die Täter mittlerweile selbst vor Hausmeistern, eigentlich Autoritätspersonen, nicht Halt machten, schockiert auch Polizeisprecher Dietmar Boronowski. Er hofft mit seinen Kollegen nun auf Mithilfe aus der Bevölkerung: Der etwa 20-jährige Täter ist circa 1,85 Meter groß und korpulent. Bei dem Vorfall trug er eine schwarze Kappe, ein rotes T-Shirt und eine blaue Weste. Sein schätzungsweise gleichaltriger Kompagnon, der sich offenbar im Hintergrund des Geschehens aufhielt und seinen „Kollegen“ von der Tat zurückhalten wollte, soll 1,70 Meter groß und schlank sein. Er hatte kurze blonde Haare und war grau-blau bekleidet. Die Polizei ermittelt zum Tatbestand der Körperverletzung und bittet um Hinweise unter der Rufnummer 02354/91990.

Das Schulzentrum Rothenstein war in der Vergangenheit immer wieder von achtlosen Zeitgenossen heimgesucht worden: So wurden Fensterscheiben eingetreten, die Bushaltestellen beschädigt und Blitzschutzanlagen verbogen. „Wir hoffen natürlich, dass der jetzige Vorfall ein Einzelfall bleibt“, sagte Heinz-Gerd Maikranz, Fachbereichsleiter für Bildung, Sport und Kultur im Rathaus, zum Angriff auf den Hausmeister. Infolge dessen seien Maßnahmen getroffen worden, die die Gefährdung des Personals minimieren sollen. Auch der Kontakt zur Polizei sei gesucht worden, so Maikranz auf Anfrage der MZ.

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