Jan Nesselrath für das Bürgermeisteramt nominiert

Jan Nesselrath wird von CDU und SPD als gemeinsamer Kandidat für das Bürgermeisteramt ins Rennen geschickt.

MEINERZHAGEN ▪ Die beiden großen Parteien CDU und SPD gehen in die Kommunalwahlen am 25. Mai 2014 erstmals mit einem gemeinsamen Bürgermeister-Kandidaten. In getrennten Mitgliederversammlungen wurde am Montagabend zunächst von der CDU und knapp zwei Stunden später dann auch von der SPD der 41-jährige Rechtsanwalt Jan Nesselrath nominiert.

Bei der Abstimmung in der eigenen Partei, die im Gasthof „Zur Schanze“ über die Bühne ging, fuhr Nesselrath ein Traumergebnis ein, das exakt um 18.30 Uhr bekanntgegeben wurde. 30 stimmberechtigte Mitglieder votierten in geheimer Wahl alle mit Ja. Unter großem Beifall gratulierte der Stadtverbands-Vorsitzende Thorsten Stracke und sprach von einem „überwältigenden Vertrauensbeweis“ für den vom Vorstand nominierten Bewerber um das Bürgermeisteramt.

Um 19 Uhr eröffnete Rainer Schmidt in der Stadthalle die Mitgliederversammlung der SPD. Bevor es zum wichtigsten Tagesordnungspunkt kam, waren noch eine ganze Reihe anderer Regularien und Personalien mit Blick auf den Wahltermin im Mai kommenden Jahres zu erledigen. So wurden auch die Kandidaten für beiden Kreistagswahl-Kreise gewählt: Rainer Schmidt wird im gemeinsamen Wahlkreis mit der Stadt Kierspe (WB 31) erneut antreten. Als direkter Ersatzbewerber wurde hier der Kiersper Christian Reppel bestimmt. Im Wahlkreis 32 (Meinerzhagen/Valbert) bewirbt sich wie schon vor fünf Jahren wieder Petra Goßen um ein Kreistagsmandat. Ihr direkter Vertreter wird Udo Maahs sein.

Und dann wurde die Diskussion über die Bürgermeisterkandidaten-Nominierung eröffnet. Der Vorsitzende Rainer Schmidt sprach von einer „besonderen Situation“ und erläuterte, warum und wie es zu der am Ende einmütigen Empfehlung des Ortsvereinsvorstands und der Ratsfraktion für das CDU-Mitglied Jan Nesselrath gekommen war. Das vertiefte Fraktionsvorsitzender Gerd Wirth mit Rückblick zunächst zurück auf die Historie, „die in Meinerzhagen in der Nachkriegszeit bislang von jeweils „herausragenden Bürgermeistern, die von der SPD kamen, geprägt war“, wie er unter Namensnennung von Emil-Hugo Rövenstrunk, Wilhelm Niggemann, Jürgen Pietsch und zuletzt Erhard Pierlings hervorhob.

Hinsichtlich der jetzt anstehende Nachfolgeentscheidung für Erhard Pierlings habe sich in der SPD jedoch die Situation ergeben, „dass sich aus den eigenen Reihen für dieses Amt niemand zur Wahl stellen wollte. Das, was die CDU vor fünf Jahren in ähnlicher Situation mit einem „Kandidaten aus der Ferne“ versucht habe und damit gescheitert sei, habe die SPD nicht wiederholen wollen. „Wir wollen jemanden für diese wichtige Amt, der von hier kommt!“ unterstrich Gerd Wirth. Jan Nesselrath sei ein solcher Bewerber, der viele gute Eigenschaften und Voraussetzungen für das Bürgermeisteramt mitbringe. „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass er der geeignete Kandidat ist“, betonte Wirth und bat die Mitglieder eindringlich um Unterstützung für diesen Vorschlag.

Auch Erhard Pierlings, der im kommenden Jahr nach 26 Jahren zunächst als Stadtdirektor und seit 1999 als erster hauptamtlicher Bürgermeister im Alter von dann 67 Jahren in Ruhestand gehen will, warb für Jan Nesselrath: „Das wird für die Stadt eine gute Entscheidung sein“, zeigte er sich überzeugt.

Jan Nesselrath hatte vor der Abstimmung Gelegenheit, sich den SPD-Mitgliedern persönlich vorzustellen. Er tat das in ebenso überzeugender wie sympathischer Weise. „Aufgrund der vielschichtigen Diskussionen in der jüngeren Vergangenheit will ich Sie davon überzeugen, dass ein gemeinsamer Kandidat von CDU und SPD für das Bürgermeisteramt der richtige Schritt ist, um unsere schöne Stadt in eine gute Zukunft zu führen. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir vieles erreichen und sowohl kurz- als auch langfristig zum Positiven verändern können, wenn wir unabhängig vom parteipolitischen Denken einen Wettstreit der Ideen zulassen und Lokalpolitik in ihrem eigentlichen Sinn machen“, sagte er unter anderem.

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