Erster Spatenstich für Millionen-Objekt vollzogen

Erster Spatenstich: Bürgermeister Erhard Pierlings, Geschäftsführer Oliver Drenkard und Architekt Thomas Hanses (v.l.).

MEINERZHAGEN ▪ Es ist mit einem Investitionsvolumen von rund 3,7 Millionen Euro eines der bislang größten Projekte in Regie der Meinerzhagener Baugesellschaft. Am Donnerstag wurde der symbolische erste Spatenstich vollzogen. Am Prumbomweg entsteht ein Gebäudekomplex für seniorengerechtes und barrierefreies Wohnen. Auch das soziale Bürgerzentrum „Mittendrin“ wird hier seine neue Heimat finden. Integriert werden sollen im Haus auch verschiedene medizinische und pflegerische Betreuungsangebote.

Bürgermeister Erhard Pierlings sprach von einer für das soziale Angebot in Meinerzhagen überaus bedeutenden und wichtigen Maßnahme, die hier nun im Herzen der Stadt in Angriff genommen werde.

MBG-Geschäftsführer Oliver Drenkard verdeutlichte den Hintergrund für dieses Engagement: Aktuell sind rund 26 Prozent der Einwohner im Märkischen Kreis 60 Jahre und älter. Das wird sich bis 2030 auf etwa 38 Prozent noch weiter deutlich erhöhen. Die ziehe die Konsequenzen aus diesem demografischen Wandel und stelle sowohl ihr Wohnangebot als auch den wohnbegleitenden Service verstärkt auf die Bedürfnisse der Zielgruppe „60 plus“ ab. Das geschieht bereits an vielen Stellen auch im Bestand: So zum Beispiel durch den Einbau von barrierefreien Bädern in den Häusern Dränkerkampstraße 12 und 14. Jüngst erst durch den bereits komplett bezogenen Neubau Schöppenkampstraße 19 a. Begleitend auch durch den Abschluss eines Koperationsvertrags zum „Betreuten Wohnen“ mit dem Diakonischen Werk.

Einen weiterer großer Baustein im Rahmen der intensivierten Anstrengungen zur Verbesserung des Angebots stellt nunmehr das Projekt Pumbomweg dar. Hier entsteht eine Wohnanlage für barrierefreies und seniorengerechtes Wohnen. Zielgruppe für die insgesamt 21 Wohnungen sind vornehmlich Senioren. Die Wohnungen sollen aber auch ein Angebot für Menschen im jüngeren Alter in besonderen persönlichen Lebenslagen sein, betonte Oliver Drenkard.

Oliver Drenkard und Architekt Thomas Hanses, dessen Büro mit Planung und Bauleitung betraut, informierten anlässlich des ersten Spatenstichs im Beisein von Vertretern des Aufsichtsrates sowie der Politik und des Vereins „Mittendrin“ über die Eckpunkte des Projekts:

Die formale Gestaltung werde „von Geometrie und Sachlichkeit“ geprägt sein, die dem derzeitigen Stand der Architektur entspreche und trotzdem zeitlos sei, betonte Thomas Hanses und verwies auf „sorgsam ausgearbeitete Details“.

Das Gebäude wird in bis zu viergeschossiger Bauweise errichtet, welches sich dem Geländeverlauf des Prumbomwegs bis zur Hauptstraße höhenmäßig abstuft. Es werden 21 Wohnungen, vornehmlich als 2- und 3-Zimmer-Wohnungen, zwischen 50 und 82 Quadratmetern Wohnfläche entstehen. Drei Wohnungen werden als behindertengerechte Wohnungen besonders gestaltet.

Im Erdgeschoss sind vier Gewerbeeinheiten für Arztpraxen oder ähnliches vorgesehen. Oliver Drenkard sprach von Bemühungen, hier eventuell auch eine ambulante Pflegestation anzusiedeln.

Der Wohnkomfort werde „herausragend“ sein, verspricht Oliver Drenkard und nannte unter anderem folgende besonderen Merkmale:

• Energetisch hoher Standard durch innovative Haustechnik mit solarer Energiegewinnung, kontrollierte Wohnraumlüftung.

• Die Wohnungen sind mit Fußbodenheizungen ausgestattet.

• Hohe Qualität des Raumklimas im Sommer wie im Winter durch Ziegelbauweise in Verbindung mit hochwertigem Wärmeverbundsystem und kontrollierter Be- und Entlüftung der Wohnungen.

• Aufzugsanlagen zum stufenlosen Erreichen der oberen Stockwerke.

• Alle Bäder sind geräumig und barrierefrei konzipiert.

• Jede Wohnung ist mit Balkon oder Terrasse ausgestattet.

• Parkmöglichkeiten bietet eine Tiefgarage im Untergeschoss des Gebäudes.

Neben den Wohnungen und Gewerbeeinheiten wird auch das soziale Bürgerzentrum „Mittendrin“ eine neue Heimat bekommen. Hierzu wird zwischen dem Neubau und dem bestehenden Gebäude Hauptstraße 1 (ehemals Villa Grunicke) ein Verbindungsbau errichtet. In diesem Zwischentrakt wird das Mittendrin-Cafe als die zentrale Begegnungsstätte des Bürgerzentrums eingerichtet. Gleichzeitig werden von hier die anderen Funktionsbereiche des Mittendrin ebenengleich erschlossen.

Mit dieser Konzeption und dem Zusammenwirken des Sozialen Bürgerzentrums und der Meinerzhagener Baugesellschaft, so hob der Geschäftsführer hervor, „soll auf der einen Seite für das Bürgerzentrum eine zukunftssichere Unterkunft geschaffen werden. Auf der anderen Seite möchte die MBG für ihre Bewohner eine über den reinen Wohnflächenanspruch hinausgehende Qualität erreichen, welche die Bedürfnisse der älteren Generation an Lebensräume, zum Beispiel Selbstbestimmung, Individualität, soziale Bindungen und Kontakte, Geselligkeit, Sicherheit und anderes mehr abdeckt.“

Dank sagte Oliver Drenkard den Mitarbeitern der Stadt für die gute fachliche Begleitung im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens sowie dem Architekturbüro Hanses für die „hervorragenden planerischen Tätigkeiten in den letzten 15 Monaten.“

Bis zum Jahresanfang 2012 soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein. Drenkard und der Architekt Hanses bitten schon im Vorfeld die Nachbarn der Großbaustelle um Verständnis und Nachsicht, wenn es durch die Bauarbeiten zu Behinderungen kommen sollte. „Wir werden alles tun, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Wenn es doch einmal zu Problemen kommen sollte, würden der Bauleiter Sternemann, der Architekt Hanses oder auch der MBG-Geschäftsführer persönlich für ein klärendes Gespräch zur Verfügung stehen, lautet das Angebot an die betroffenen Anrainer der Baustelle, auf der es nun unter Hochdruck an die Realisierung des Großprojektes gehen wird.

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