Autobahnzubringer A45 / Video ist online

Erster großer Stresstest für das neue Verkehrskreuz

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MEINERZHAGEN - Am Mittwochnachmittag hatte der Verkehrsknoten ein extrem hohes Verkehrsaufkommen zu bewältigen. Mitten in der verkehrsstarken Feierabendzeit kam noch die Teilsperrung der A45 in Fahrtrichtung Dortmund hinzu. Der erste große Stresstest!

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Kurz vor der Ausfahrt Meinerzhagen ereignete sich ein Verkehrsunfall mit insgesamt acht beteiligten Fahrzeugen. Unter anderem war ein Kleintransporter umgekippt und versperrte einen Fahrstreifen. Zweitweise musste die Autobahn komplett gesperrt werden. Das führte dazu, dass viele Fahrzeugführer die Autobahn in Drolshagen verließen um über die neue Landstraße 173 (vormals B54) in Richtung Meinerzhagen zu fahren um schließlich wieder auf die A45 in Richtung Dortmund aufzufahren.

Jetzt musste sich die neue „Doppelanbindung“ beweisen. Autolichter in allen Richtungen. In der Dämmerung hatte der Bereich Scherl-Darmche etwas von einem Großstadtcharakter. Der Hauptverkehrsfluss kam natürlich aus Richtung Drolshagen und musste über die neue Anbindung zur Auffahrt in Richtung Dortmund.

Die Ampel zeigte grün, aber Verkehrsteilnehmer kamen trotzdem nicht weiter, weil die Ampel zur L539 rot zeigte und sich ein Rückstau gebildet hatte. Dieser führte auch dazu, dass Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Dortmund kommend in Meinerzhagen abfahren wollten nicht weiter kommen, auch wenn ihre Ampel grün zeigte: Stop and Go in allen Richtungen.

Eindrücke vom Mittwochnachmittag:

Stresstest am neuen Autobahnkreuz in Meinerzhagen

Zusätzlich gab es insbesondere bei ortsunkundigen Fahrern offensichtlich immer noch Orientierungsprobleme, auf welche Fahrspur sie sich einordnen mussten. Das führte besonders auf der Doppelspur in Richtung Attendorn zu Problemen. Denn dort hatten sich viele Autofahrer eingeordnet, die eigentlich wieder auf die A45 in Richtung Dortmund wollten. Ein ungehinderter Verkehrsfluss über die L539 in Richtung Obi/Valbert war deshalb auch nicht möglich.

Ein Stau von der Ölmühle über die Oststraße bis zum Autobahnzubringer war die Folge, obwohl diese Strecke mit der Umleitung eigentlich nichts zu tun hatte. Die Ampelanlage schien offensichtlich unabhängig von der veränderten Verkehrssituation zu schalten. Drei, maximal vier Fahrzeuge wurde bei einer Grünphase vom Zubringer auf die L539 gelassen.

Jede Ampel schien für sich zu arbeiten für eine „Grüne Welle“; für den Autobahn-Ausweichverkehr konnte sich der Ampelrechner auch nicht entscheiden. Die Stoppuhr bewies es: 17 Minuten von der Einmündung „Am Tarrenbrink“ bis zur Ampel an der Auffahrt in Fahrtrichtung Dortmund und 22 Minuten von der Einmündung „Zum Eickenhahn“ an der B54 bis zum Obi.

Autofahrer mussten am Mittwochnachmittag schon etwas Geduld aufbringen. Immerhin war die Autobahn nicht voll gesperrt, und die Straßenverhältnisse waren optimal, denn es war sonnig und trocken. Bleibt abzuwarten, wie sich die neue Anbindung bei einer Vollsperrung der A45 oder bei winterlichen Verkehrsverhältnissen bewährt, denn der neuralgische Punkt, die steile Auffahrt in Richtung Dortmund wurde durch den Neubau schließlich nicht entschärft. - vdW

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