Maatz verlässt Meinerzhagen Richtung Meerbusch

Frank Maatz stellt sich am Abend der Wahl zum Ersten Beigeordneten einer Stadt im Raum Düsseldorf.

[UPDATE 17.45 Uhr] Meinerzhagen - Der personelle Umbruch an der Spitze der Meinerzhagener Stadtverwaltung geht weiter: Der Erste Beigeordnete Frank Maatz wird die Volmestadt verlassen. Der Rat der Stadt Meerbusch wählte ihn einstimmig. In Meerbusch wird Maatz dasselbe Amt bekleiden wie in Meinerzhagen.

Von Jürgen Beil

Bürgermeister Jan Nesselrath bestätigte in einer Pressemitteilung, dass Maatz mit Ablauf des Jahres 2014 seinen Schreibtisch in der Volmestadt räumen wird. Nesselrath schreibt: „Frank Maatz, Erster Beigeordneter und Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters der Stadt Meinerzhagen, nimmt eine neue berufliche Herausforderung an: Mit Wirkung zum 1. Januar 2015 wird er ein Wahlamt außerhalb von Meinerzhagen antreten.“ Einziger Tagesordnungspunkt der Sitzung am Donnerstag in Meerbusch – einer 55.000-Einwohner-Kommune bei Düsseldorf – war übrigens die „Wahl des Ersten Beigeordneten“.

In der Pressemitteilung von Jan Nesselrath heißt es zu dieser für die Stadt wichtigen Personalie weiter: „Nach sieben Jahren in seinem Amt in Meinerzhagen wird Frank Maatz eine neue Funktion im Raum Düsseldorf ausfüllen. Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren persönliche Gründe. Bis zum Antritt seiner neuen Tätigkeit wird Maatz seine Aufgaben in Meinerzhagen weiterführen, so dass ein möglichst reibungsloser Übergang auf eine eventuelle Nachfolge gewährleistet ist. Im Dezember 2007 war Frank Maatz aus seiner niedersächsischen Heimat nach Meinerzhagen gezogen, um hier den Posten des Ersten Beigeordneten auszufüllen.“

Nesselrath bedankt sich auf diesem Weg bei Frank Maatz für die gute Zusammenarbeit und das Engagement für die Stadt. Für seinen neuen Wirkungskreis wünscht er ihm „alles Gute, Erfolg und eine gute Hand“.

In der Pressemitteilung wird Frank Maatz weiter zitiert: „Mein Weggang erfolgt vor allem aus privaten Gründen und gleichzeitig freue ich mich auf neue berufliche Herausforderungen. Die vergangenen Jahre der Arbeit und des Lebens in Meinerzhagen waren für mich eine Erfahrung, an die ich mich gerne erinnern werde, und ich bedanke mich bei dem Bürgermeister und den Ratsmitgliedern der Stadt Meinerzhagen ebenso wie bei allen Kollegen, Mitarbeitern und Partnern für die konstruktive Zusammenarbeit.“

Frank Maatz hatte sich bereits in der Vergangenheit auf leitende Posten in anderen Städten beworben. So trat er bei den Wahlen am 22. September 2013 als Bürgermeisterkandidat in der Stadt Sulingen, südlich von Bremen, an. In seiner Heimat unterlag er damals denkbar knapp und erst in der Stichwahl. Danach hatte Maatz im Gespräch mit der MZ angekündigt: „Meine Wahlzeit (Anm. d. Red.: in Meinerzhagen) läuft noch bis zum 31. Dezember 2015 – und die werde ich erfüllen.“

Im Jahr 2009 standen in Meinerzhagen Bürgermeisterwahlen an – Frank Maatz hatte überlegt, bei diesem Urnengang als Kandidat anzutreten. „Ich habe (...) klar gesagt, dass ich eine Kandidatur vorbereite und bewusst die Öffentlichkeit gesucht. Danach habe ich die unterschiedlichsten Erfahrungen gesammelt. Die habe ich nun (...) ausgewertet“, begründete Maatz damals seinen Verzicht auf die Kandidatur. Die MZ berichtete in diesem Zusammenhang: „Ob er Meinerzhagen verlässt, dazu äußerte sich Maatz nicht. ,Wenn sich andere Herausforderungen ergeben würden, würde ich sie prüfen’, teilte Maatz auf Anfrage mit.“

Zwar trat Frank Maatz im Jahr 2009 in Meinerzhagen schließlich nicht als Gegenkandidat von Erhard Pierlings an, aber: Er ließ sich von CDU und SPD in Warstein zu deren gemeinsamem Bürgermeisterkandidaten küren. Bei der Wahl am 30. August des Jahres 2009 unterlag er dann dem Amtsinhaber aus den Reihen der örtlichen Bürgergemeinschaft und verblieb damit in seinem Beigeordnetenamt in Meinerzhagen – das er nun noch bis 31 zum 31. Dezember ausübt.

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