Talbrücke Öhringhausen gesprengt

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Wie das sprichwörtliche Kartenhaus fiel die Brücke bei der Sprengung zusammen. Für die rund 1500 Zuschauer ein zwar kurzes, aber nicht alltägliches Spektakel.

Olpe/Meinerzhagen - Die Talbrücke Öhringhausen an der B 55 ist erfolgreich gesprengt worden. Die neue Brücke soll in gut zwei Jahren die Lücke in der Bundesstraße zwischen Drolshagen und Olpe wieder schließen.

Diejenigen, die sich früh auf den Weg gemacht hatten, wurden am Samstagmorgen im Gewerbegebiet Hüppcherhammer belohnt. Dort hatte der Landesbetrieb Straßen.NRW die Aussicht auf ein nicht alltägliches Spektakel organisiert: Die Sprengung der Talbrücke Öhringhausen. Über diese verlief seit über 50 Jahren die Bundesstraße 55 und verband Drolshagen und Olpe. Besonders für die Nutzung durch schwere LKW war sie nicht mehr für die Zukunft ausreichend gerüstet. 

Wie vorab angekündigt, war es pünktlich um 9 Uhr so weit. Zu diesem Zeitpunkt waren rund 1500 Zuschauer auf ihren „Beobachtungsposten“ und hielten alles, was zum Fotografieren und Filmen geeignet war, in die Höhe. Für allen anderen, die noch im Anfahrtsstau von gut zwei Kilometern nur mühselig vorankamen, blieb nur der laute Knall und die wenig später sichtbare, große Staubwolke übrig. 

Denn nach einer Sekunde hatten 82 Kilogramm Sprengstoff ihre vorher akribisch berechnete Arbeit getan und 6000 Tonnen Stahlbeton in das vorbereitete Schotterbett gelegt. Der Schutt der rund 130 Meter lange Talbrücke mit ihren ehemals zwölf Pfeiler, wird nach Einschätzung der Fachleute in vier bis sechs Wochen beseitigt sein. Danach startet der Brückenneubau, welcher etwa ein bis anderthalb Jahre dauern und 6,5 Millionen Euro kosten soll.

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